Das Blogonade Berlin Blog sagt Hallo!

Blogonade Hier gibt es frische Geschichten, wie sie nur das Leben schreibt. Mein Blick auf die Stadt, die Medien, die Welt.

Viel Vergnügen
Lukas Bischofberger

17. Mai 2013 ~ 0 Kommentare

Wo bequem übernachten in Berlin?


Die Stadt Berlin ist auch in diesem Jahr wieder das Ziel von Tausenden Touristen. Hat man sich für eine Reise in die “Spreemetropole” entschieden, beginnt die Qual der Wahl: Hotel oder Hostel, Pension oder Privatzimmer, Studio-Appartment oder Ferienwohnung? Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Stadt selbst.

Wer länger als drei Nächte in Berlin bleiben möchte, für den könnte eine Ferienwohnung interessant sein: Sie ist flexibler als ein Hotelzimmer. So kann man sich sein Frühstück und Abendessen auch schon mal selbst zubereiten. Nach eigenen Wünschen und eigener Zeitgestaltung. Im Hotel gibt es das Frühstück meist nur bis 10 Uhr – für Langschläfer wird es da schon knapp. Und auch danach hat man kaum Ruhe auf dem Zimmer, es sei denn man schaut dem Zimmermädchen gerne beim Staubsaugen und Handtuch wechseln zu.

Hinzu kommt die Ausstattung: Mehr als eine Minibar ist im Hotel nicht drin. Wer kostensparend selbst kochen möchte, der kommt um eine Ferienwohnung eigentlich nicht herum. Nicht zuletzt bietet ein Apartment mehr Platz und eher das Gefühl, an einem Ort zuhause zu sein.

Wer eine attraktive Ferienwohnung in Berlin buchen möchte, kann einen Blick auf folgende Seite werfen: http://www.tc-apartments-berlin.de/. Zahlreiche Häuser mit jeweils mehreren Wohnungen stehen in den zentralen Bezirken Schöneberg, Tiergarten, Mitte und Prenzlauer Berg zur Wahl. Wer einmal am Rand von Berlin übernachtet hat, der weiß wie wichtig die Lage in der Hauptstadt ist. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man schnell eine dreiviertel Stunde vom Rand in die City. Von den genannten Bezirken kommt man hingegen schnell in die “hippen” Stadtviertel wie Kreuzberg oder Neukölln.

Die Ausstattung der Wohnungen ist hell, modern und freundlich. Das ein oder andere Möbelstück hat man aus dem IKEA-Katalog vielleicht schon lieben und schätzen gelernt. Auch die Wände sind ansprechend dekoriert. Wo es möglich war, wurde der Dielenboden erhalten. Die Appartments wirken wohnlich, sodass man sich bestimmt schnell wie zuhause fühlt.

Preislich geht es ab 49 Euro los, größere Wohnungen kosten natürlich mehr. Anders als beim Hotel kommt noch die Endreinigung dazu, bei mehreren Nächten fällt diese aber mit 25 Euro kaum noch ins Gewicht.

Fazit: Ferienwohnungen und Apartments sind eine interessante Alternative für alle Berlin-Besucher. Sie vereinen Komfort mit Flexibilität und sind dabei auch preislich attraktiv. Hier gibt es weitere Informationen zu Berlin.

03. März 2013 ~ 1 Kommentar

Pfandregal am Kottbusser Damm

Bei einem Spaziergang am Landwehrkanal habe ich heute direkt gegenüber der Ankerklause dieses originelle Pfandregal entdeckt. Es ist aus Metall geschweißt, orange lackiert und bietet Platz sowohl für Bier- als auch für größere Wasserflaschen. Ob es sich dabei wohl um eine offizielle Entsorgungsmöglichkeit der BSR handelt? Wer jedenfalls nach dem Vor- oder Nachglühen einer Partynacht eine Pfandflasche übrig hat, kann sie bequem dort parken.

Für die einen ist es ein Pfandregal – für die anderen ein Geldautomat: Keine zwei Minuten nach dem ich das Foto gemacht hatte, kam ein Mann mit Rucksack vorbei und sammelte die beiden Flaschen ein. 33 Cent verdient, so leicht kann es gehen…

24. Februar 2013 ~ 1 Kommentar

Café Two and Two in der Pannierstraße

Das obere Ende der Pannierstraße in Neukölln entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Ecke für richtig gute Cafés. Vis à vis der fast schon legendären Croissanterie (einem der wenigen Orte in Berlin, an dem man täglich leckerste Croissants wie in Frankreich bekommt) hat jetzt das Café Two and Two  eröffnet.

Das kleine Café hat sich auf die ungewöhnliche Kombination „Französische Leckereien & japanische Schreibwaren“ spezialisiert und wird von zwei sympathischen jungen Frauen betrieben. In ihrem Blog zeigen sie mit vielen Fotos, wie sie im letzten halben Jahr den abgerockten ehemaligen Friseursalon „Salon Albarjawi“ in ein charmantes kleines Café verwandelt haben. So kann man ihnen beim Werken an Türfüllungen, beim Kauf eines professionellen Geschirrspülers oder dem Ausprobieren von neuen Kuchenrezepten über die Schulter schauen.

Das Interieur des Café Two and Two ist hell und japanisch-minimalistisch gehalten. Man sitzt auf niedrigen Sesseln, einige sind Vintage, andere neu. In der Ecke steht ein altes dunkelrotes Telefon als Deko, an der Wand hängen frisch gemalte Ölbilder. Alles wirkt noch ein bisschen improvisiert, aber durchaus charmant.

Neben den üblichen Kaffeevariationen (für besonders hippe Leute gibt es ihn auch in Form von frisch aufgebrühtem Filterkaffee deluxe) stehen auch frischer Ingwer- oder Minztee auf den hübsch gestalteten Speisekarten. Verführerisch lachen einen herzhafte Quiches und hausgemachte Kuchen aus der Theke am Eingang an.

Wir entscheiden uns für Apfelkuchen und Schokokuchen (Gâteau au chocolat) und ergänzen die Bestellung um einen Cappuccino und einen frischen Minztee. Der Kaffee ist kräftig-würzig, genau das Richtige an so einem verregneten Winternachmittag. Auch die Kuchen überzeugen: Der Schokokuchen hat eine knusprige Kruste, ist dabei innen noch feucht und erinnert stark an einen Brownie. Schokoladiglecker! Auch der Apfelkuchen ist wirklich sehr gut: Brüchiger Mürbeteig mit Äpfeln belegt und fein mit Zimt abgeschmeckt. Ich habe in meinem Leben schon viele Apfelkuchen probiert, aber dieser hier gehörte ohne Zweifel zu den Besten.

Womit wir bei den japanischen Schreibwaren wären: Die belegen einen Platz in einer Vitrine im Vorraum und scheinen eher ein Nebengeschäft zu sein. Es gibt Federmäppchen, Notizhefte und Stifte – alles in allem aber eine eher kleine Auswahl.

Café Two and Two Berlin – Französische Leckereien und Japanische Schreibwaren, Pannierstr. 6 in Berlin-Neukölln hat Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Web: http://www.twoandtwoberlin.com/

13. November 2012 ~ 0 Kommentare

Gute Reportagen lesen auf LiesMich

Einige von euch werden sich bestimmt schon gefragt haben, warum hier seit längerer Zeit kein neuer Artikel mehr erschienen ist. Der Grund liegt darin, dass ich meine Energie im Moment komplett auf ein anderes Projekt konzentriert habe, welches ich euch hier nun vorstellen möchte.

Lange Texte kommen im Netz oft zu kurz

Vielleicht kennt ihr auch das Problem: Ihr habt noch eine halbe Stunde Zeit und würdet gerne einen spannenden Text lesen. Wer jetzt auf die Webseite einer Tages- oder Wochenzeitung geht, hat schon so gut wie verloren. Hier gibt es vor allem Nachrichten und kurze Artikel – die wirklich guten Reportagen sind häufig nur kurz oben zu sehen und verschwinden dann schnell nach hinten. Eine eigene Rubrik nur für Reportagen gibt es häufig nicht. Bis man einen lesenswerten Text findet, vergeht also wertvolle Zeit.

Schneller finden und lesen dank LiesMich

LiesMich will hier eine Lösung anbieten: Auf der Webseite www.liesmich.me empfehlen wir jede Woche die besten Reportagen aus dem Netz. LiesMich ist kein automatischer Aggregator (wie etwa Google News), sondern ein redaktioneller Dienst. In der Redaktion lesen wir jede Woche zahlreiche Artikel aus deutschsprachigen Medien, diskutieren und bewerten sie. Die besten Reportagen empfehlen wir anschließend in selbst geschriebenen Teasern (Kurztexten) auf LiesMich. Immer Freitags gibt es eine neue Wochenauswahl mit Lesetipps.

Über 180 gute Reportagen

Seit Mitte 2011 haben wir auf diese Weise schon über 180 gute Reportagen online gesammelt – und jede Woche werden es mehr. Dabei verlinken wir immer auf die Webseite des jeweiligen Mediums, übernehmen also keine Texte auf unsere Seite.

Mit dem Umstieg auf ein neues Redaktionssystem haben wir jetzt den Grundstein gelegt, um die zentrale Plattform für gute Reportagen in Deutschland zu werden. Die Reportagen lassen sich jetzt nach Medium, Ressort, Thema und Lesezeit auswählen. Wer einen guten Text zum Thema Rechtsextremismus lesen will, wird genauso fündig, wie jemand der nur eine Viertelstunde Zeit hat und eine gute Reportage für Zwischendurch sucht.

Mitmachen und Texte empfehlen

Und die Leser können mitmachen: Wer eine gute Reportage im Internet findet, kann sie per Mail, Facebook oder Twitter einreichen. Wir prüfen jede Empfehlung und stellen sie dann online. Stück für Stück wächst so die Sammlung an lesenswerten Texten auf LiesMich.

Im Moment gestalten wir LiesMich zu viert als Non-Profit-Projekt. Tagsüber arbeiten wir in Redaktionen, Pressestellen oder im Marketing – abends und am Wochenende lesen wir Texte. Gemeinsam ist uns die Leidenschaft für gut geschriebene Reportagen. Und die möchten wir teilen.

29. Juli 2012 ~ 1 Kommentar

Kunst aus dem Automaten

An diesem knallbunten Automaten an der Ecke Fuldastraße/Weserstraße in Neukölln gibt es keine Zigaretten, Kaugummis oder Kondome. Stattdessen kann man sich für zwei Euro Kunst von “regionalen, nationalen und internationalen Künstlern” herauslassen.

Ich war vor Ort und habe den Kunstautomaten ausprobiert. Dass sich keine Skulpturen oder großformatige Gemälde in dem bunten Apparat verbergen, war natürlich klar. Aber wieviel Kunst gibt es tatsächlich für zwei Euro? Ihr erfahrt es im Videobericht:

Hier das Pinguin-Bild von Evelyn Surek noch einmal in groß:

Der dazugehörige Beipackzettel enthält eine Biografie der 1968 in Göttingen geborenen Künstlerin sowie eine Beschreibung ihrer Werke. Demnach habe sie bei ihren Reisen festgestellt, dass sie von Naturdenkmälern wie Stonehenge und Ayers Rock besonders angezogen wurde. Im O-Ton: “Die Geomanten, die die Zusammenhänge von Erdenergien, Erdmagnetismus, Kreuzenden Wasseradern und solchen Plätzen beschrieben, bezeichnen diese Plätze mitunter als Erdkraftorte.”

Ah ja, genau…Was der Pinguin aus dem Automaten mit den Kraftfeldern zu tun hat, ist mir zwar nicht ganz klar, aber originell und hübsch ist er auf alle Fälle. Jetzt muss ich nur noch einen Rahmen für den 7,3 x 5,5 cm großen Druck finden…

Mehr Infos zu den Kunstautomaten (aber leider keine Übersicht mit Standorten) gibt es hier.

16. Juli 2012 ~ 2 Kommentare

Berlin-Karte zum Zerknüllen

Es ist eine Szene wie bei Loriot: Touristen stehen auf dem windigen Potsdamer Platz und versuchen einen überdimensional großen Stadtplan von Berlin zusammenzufalten. Ein Teil auf den anderen, immer entlang der Perforation und im Kampf gegen den Wind. Früher oder später knicken sie den Plan falsch um, merken das aber erst später. Die Karte zerknittert, reißt an einigen Stellen ein. Am Ende sieht sie aus wie Hund und wird doch irgendwie in den Rucksack gestopft.

Um Situationen wie diese zu vermeiden, hat der italienische Designer Emanuele Pizzolorusso die Crumpled City-Karten entwickelt. Die Stadtpläne bestehen aus dem weichen papierähnlichen Material Tyvek und lassen sich nach der Benutzung einfach zusammenknüllen und in dem mitgelieferten Beutel oder der Hosentasche verstauen. Das Zerknittern wird so zum zentralen Prinzip erhoben.

Die Crumpled Berlin-Karte zeigt wichtige Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Hauptstadt, richtet sich also vor allem an Touristen. Auch U- und S-Bahn-Stationen sind eingezeichnet (leider ohne die dazugehörigen Linien). Wer länger in der Stadt bleibt oder Ziele jenseits der Innenstadt sucht, kommt um einen normalen Stadtplan also nicht herum.

In Zeiten von Google Maps und Smartphone-Navigation mag es etwas antiquiert wirken, noch mit einer echten Karte durch die Gegend zu laufen. Die Crumpled Map ist aber in jedem Fall ein Hingucker und ein witziges Geschenk.

Die Crumpled City Map Berlin ist 87 x 58 cm groß, wasserfest und wiegt 20 g. Sie kostet zwischen 13 und 15 Euro und ist zum Beispiel im Erfinderladen in der Lychener Str. 8 erhältlich. Auf der Herstellerseite gibt es auch noch zahlreiche andere Städte zum Knüllen.