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	<title>Blogonade &#187; Berlin</title>
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	<description>Berlin Blog</description>
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		<title>Wie ich einmal vergeblich versuchte, mir eine Halbjahreskarte fürs Kino zu kaufen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 09:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Halbjahreskarte für die Yorck-Kinos in Berlin ist eigentlich eine prima Sache: Für 129 Euro kann man sechs Monate lang beliebig viele Filme anschauen. Bei einem Kartenpreis von rund 7 Euro pro Vorstellung lohnt sich die Dauerkarte also, sobald man mehr als drei Mal im Monat ins Kino geht. Nicht zuletzt ist der Besitz aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/kino-passage-berlin.jpg" alt="" title="Schönes Kino: Passage in Berlin-Neukölln" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-1572" />
<p style="text-align: justify;">Die Halbjahreskarte für die Yorck-Kinos in Berlin ist eigentlich eine prima Sache: Für 129 Euro kann man sechs Monate lang beliebig viele Filme anschauen. Bei einem Kartenpreis von rund 7 Euro pro Vorstellung lohnt sich die Dauerkarte also, sobald man mehr als drei Mal im Monat ins Kino geht. Nicht zuletzt ist der Besitz aber natürlich auch ein psychologischer Anreiz, um häufiger ins Kino zu gehen. So schaut man sich vielleicht auch Filme an, die man sich sonst nur auf DVD zu Gemüte geführt hätte &#8211; allerdings in Kinoatmosphäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Woche wollte ich mir also nun eine solche goldene Karte zulegen. Was viele nicht wissen: Schon der Kauf ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. In fünf Anläufen habe ich es dennoch geschafft.</p>
<p><strong>Erster Anlauf</strong><br />
Das Kino Passage in der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn.</p>
<blockquote><p>Ich: „Guten Tag, ich hätte gerne eine Halbjahreskarte.“<br />
Verkäuferin: „Die gibt es gar nicht mehr. Nur noch ein Monatsabo.“<br />
Ich: „Aber mein Bruder hat sich gerade gestern noch eine geholt.“<br />
Mein Bruder springt ein und zückt zum Beweis seine Karte.<br />
Verkäuferin: „Achso, ja die gibt es nur noch als Geschenk.“<br />
Ich: „Na dann möchte ich die mir jetzt selber schenken.“</p></blockquote>
<p>Daraufhin kramte die Verkäuferin in einem dicken Leitzordner und förderte zwei fotokopierte Anträge zutage, die ich ausfüllen solle. Dann würde ich die Karte bekommen.</p>
<p><strong>Zweiter Anlauf</strong></p>
<blockquote><p>Ich: „Hallo, da bin ich wieder und ich habe den Antrag ausgefüllt.“<br />
Verkäuferin: „Ok, gehen Sie denn jetzt auch gleich ins Kino?“<br />
Ich: „Ja, wir möchten Tim und Struppi sehen.“<br />
Verkäuferin: „Wissen Sie, es ist ziemlich kompliziert diese Karte im System zu beantragen und ich möchte die anderen Gäste in der Schlange nicht warten lassen. Gehen Sie doch einfach erst mal so ins Kino und kommen sie hinterher wieder zu mir. Ich bereite dann alles soweit vor.“<br />
Ich: „Klar, kein Problem, so machen wir das.“</p></blockquote>
<p>Langsam schien es zu einer richtigen Herausforderung zu werden.</p>
<p><strong>Dritter Anlauf (nach dem Film)</strong></p>
<blockquote><p>Ich: „Hallo, ich komme wieder wegen der Halbjahreskarte“<br />
Verkäuferin (überlegt kurz): „Oh ja, na wir können es mal probieren. Haben Sie denn das Geld in bar dabei?“<br />
Ich: „Nehmen Sie keine EC-Karten?“<br />
Verkäuferin: „Keines unserer Kinos nimmt EC-Karten.“<br />
Mein Bruder: „Aber ich habe die Karte gestern im Kantkino mit EC bezahlt.“<br />
Verkäuferin: „Hm ja, die gehören auch eigentlich nicht so wirklich zu uns.“<br />
Ich: „Ok, ich gehe zum Bankautomaten um die Ecke und hole Geld.“<br />
Verkäuferin (fummelt an Webcam herum): „In Ordnung, ich versuche unterdessen die Kamera hinzubekommen. Wir brauchen noch ein Foto für die Karte.“</p></blockquote>
<p><strong>Vierter Anlauf (nach dem Besuch beim Bankautomaten)</strong><br />
Die Verkäuferin telefoniert. Sie ruft offensichtlich verschiedene Kollegen in anderen Kinos der <a href="http://www.yorck.de" target="_blank">Yorck-Gruppe</a> an, um sich Rat zu holen. Als sie aufgelegt hat, trete ich an den Tresen.</p>
<blockquote><p>Ich: „Na, wie sieht es aus mit meiner Karte?“<br />
Verkäuferin: „Also das ist ein größeres Problem. Ich kann ihren Namen nicht in die Felder im System eintragen. Habe es auch schon mit anderen Karten probiert, aber die sind anscheinend irgendwie alle defekt.“<br />
Ich: „Aha, und was machen wir jetzt?“<br />
Verkäuferin: „Also ich kann ihnen die Karte zwar verkaufen, aber dann müssten Sie noch mal in unser Büro in der Zentrale kommen und Namen und Foto nachmachen lassen. Das ist ziemlich umständlich. Oder ich schenke Ihnen den Kinobesuch heute und Sie probieren es in einem unserer anderen Kinos noch mal. Tut mir leid, dass es so kompliziert ist.“</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Jeder nicht ganz so gewiefte Jahreskarteninteressent hätte jetzt vermutlich aufgegeben und verzichtet. Aber als richtiger Berlinblogger konnte ich es natürlich nicht lassen, und habe es weiter probiert. Zwei Tage später stand ich beim Filmtheater am Friedrichshain auf der Matte. Zwar quittierte die Verkäuferin meine Frage nach der Jahreskarte auch hier mit einem „Oh je“ und winkte eilig ihre Kollegin zur Unterstützung herbei („Da will schon wieder eine die Halbjahreskarte“), aber der Kauf ging dann überraschend reibungslos über die Bühne. Foto wurde irgendwie keins gemacht, dabei hatte ich mir doch extra vorher noch die Haare gekämmt (nene, kleiner Spaß&#8230;). Ende gut, alles gut: Ich habe die Karte im <strong>fünften Anlauf</strong> erfolgreich gekauft.</p>
<p><img src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/yorck-jahreskarte.jpg" alt="" title="Objekt der Begierde: Die goldene Yorck-Jahreskarte bzw. Halbjahreskarte" width="600" height="400" class="alignnone size-full wp-image-1578" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ihr auch mal euer Glück probieren wollt: Eine Halbjahreskarte für die Yorck-Kinos kostet 129 Euro, eine Jahreskarte gibt es für 229 Euro, beides bei Einmalzahlung vorab. Alternativ gibt es auch eine Abo-Karte mit Mindestlaufzeit von 12 Monaten, welche 18,90 Euro pro Monat kostet (und damit absurderweise günstiger als die Einmalzahlung ist).</p>
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		<title>Blaues Wunder erlebt &#8211; Die Blue Man Group Show in Berlin</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/10/blaues-wunder-erlebt-die-blue-man-group-show-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 20:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Show]]></category>
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		<description><![CDATA[Stehen drei Blue Men auf der Bühne und halten eine Packung Cornflakes in der Hand. Sie stopfen sich Flakes in den Mund. Einer so hastig, dass sie ihm wieder aus dem Mund fallen. Das Publikum lacht. Wie, das ist gar nicht lustig? Es geht aber noch weiter: Jetzt kauen die Blaumänner ihre Flakes im Takt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Stehen drei Blue Men auf der Bühne und halten eine Packung Cornflakes in der Hand. Sie stopfen sich Flakes in den Mund. Einer so hastig, dass sie ihm wieder aus dem Mund fallen. Das Publikum lacht. Wie, das ist gar nicht lustig? Es geht aber noch weiter: Jetzt kauen die Blaumänner ihre Flakes im Takt. Das Geräusch wird von den Mikros verstärkt. Ein einziges Kauen und Schmatzen. Das findest Du nicht lustig? Dann brauchst Du harte Nerven, denn auf diesem Niveau bewegen sich fast alle Nummern in der Blue Man Group Show in Berlin (für alle, die sich noch nicht sicher sind, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5Y_4wMdOPmk" target="_blank">hier ein Video</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 2004 gibt es den Ableger der Blue Man Group in Berlin. Außer in der Hauptstadt läuft die Show auch noch in den USA, in Tokyo und auf Kreuzfahrtschiffen. Das Konzept ist immer dasselbe: Drei stumme, blau maskierte Männer treten auf die Bühne und führen eine Mischung aus Trommeln, Clownerie, Performance gepaart mit Zuschaueranimation auf. Das sieht dann zum Beispiel so aus: Ein Blue Man turnt über die Stuhllehnen hinweg durch die Menge. Er drückt einem Zuschauer einen Marshmallow in die Hand und stellt sich drei Meter entfernt auf. Der Zuschauer soll nun den Mund des Blue Man treffen. Beim dritten Versuch klappt es. Das Publikum klatscht. Juhu!</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/-BdaxRw8dkA?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Überhaupt wird das Repertoire der Stadion-Animation auf breiter Front bedient: Am Anfang der Show sollen alle Zuschauer laut schreien, später dirigieren die Blaumänner mit Leuchtstäben die verschiedenen Besucher-Blöcke im Parkett. Erst sollen alle Leute links aufstehen und klatschen, dann die rechts und am Schluss alle in der Mitte. Das funktioniert zwar ebenso zuverlässig wie bei einem Fußballspiel, aber es ist weder originell noch sonderlich niveauvoll.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein großes Problem ist: Die Blue Man Group Show hat keinen roten Faden. Nirgends ist auch nur der Hauch einer Handlung oder Reihenfolge zu erkennen, alles wirkt willkürlich aus einem größeren Fundus zusammengewürfelt. So werden zwischendurch etwa Einspieler gezeigt, in denen die Blue Men überhaupt keine Rolle spielen. Diese Filmchen sind zwar nett gemacht, wirken aber vom Rest der Veranstaltung seltsam isoliert. Von einem Gesamtkonzept, wie man es von einer Show dieser Größe erwarten würde, ist wenig zu spüren.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch dazu passieren der Blue Man Group peinliche Fehler: Auf einmal laufen die drei Blaumänner von der Bühne. Auf dem Bildschirm wird eine vermeintliche Live-Übertragung gezeigt. Man sieht, wie zwei der Blue Men vor dem Theater in ein Taxi steigen. Im Hintergrund ist deutlich die Mercedes-Benz-Niederlassung gegenüber zu sehen. Schade nur, dass diese dort seit längerem gar nicht mehr existiert. Dort sitzt jetzt nämlich N24. Ein bisschen aktueller würde man sich eine „Live-Schalte“ schon wünschen&#8230;als Ortsfremder fällt einem das vielleicht nicht gleich auf &#8211; als Berliner merkt man es sofort. </p>
<p style="text-align: justify;">Die Touristendichte ist generell hoch: An einer Stelle soll die Menge spontan Karaoke zu dem Song „Dickes B“ der Berliner Reggae-Combo Seeed singen. Es kennt schlicht niemand den Text. Da hilft es auch nicht, dass dieser in übergroßen Lettern auf einem Bildschirm eingeblendet wird. Dabei ist das Publikum für derartige Späße durchaus zu haben: Als einige Minuten später „beliebte Posen bei Rockkonzerten“ eingefordert werden, heben viele meiner Sitznachbarn die Arme und schwenken sie hin und her.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/LZQdWd_vdoM?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Das einzig wirklich Sehenswerte an der Blue Man Group Show sind die Trommelnummern. Die Blaumänner spielen im Takt auf Plastikrohren, sie hauen und trommeln, als wenn sie sich den Frust über den vermurksten Rest der Show von der Seele prügeln wollen. Keine Frage, es ist schon beeindruckend, wenn sie bunte Farbe auf ihre Drums gießen und diese dann Sekunden später empor spritzt. Schade nur, dass diese durchaus gelungenen Musikeinlagen in der Gesamtshow fast untergehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz am Schluss werden lange Klopapierbahnen durch den Saal gerollt, jeder gibt das aktuelle Stück nach vorne weiter. Mehr und mehr Klopapier kommt von hinten an und wird von allen nach vorne zur Bühne bugsiert. Es ist erstklassiges Papier, ganz weiß und sauber. Da liegt es nun in riesigen Bergen auf der Bühne. Weiter passiert nichts damit. Eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen &#8211; die nicht gerade vom ökologischen Weitblick der Blue Man Group zeugt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr als 80 Euro kostet eine Karte für die Show in der ersten von zwei Kategorien, in der zweiten immerhin noch etwa 70 Euro. Dafür kann man eigentlich eine Menge erwarten. Eigentlich. Denn geboten werden vor allem großformatig aufgezogene Plattheiten, langgezogene Sketche und die schon erwähnte, stellenweise peinliche Publikumsanimation. Wenn man diesem Abend etwas Gutes abgewinnen will, dann vielleicht dieses: Man muss nicht mehr nach Mallorca fliegen, um sich auf dem Niveau einer All-inclusive-Ferienanimation bespaßen zu lassen. Eine Tageskarte zum Potsdamer Platz genügt.</p>
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		<title>Es geschah am hellichten Tag&#8230;</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/09/es-geschah-am-hellichten-tag/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 19:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntagnachmittag wollte ich zwei wichtige Dinge erledigen: Wählen gehen und meinen Müll runterbringen. Als ich vom Hof zurückkam ahnte ich noch nicht, was mir kurze Zeit später widerfahren würde. Um nicht noch einmal auf- und wieder zuschließen zu müssen, stellte ich meinen grauen Papierkorb vor der Wohnungstür ab. „Den klaut schon keiner“, sagte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am Sonntagnachmittag wollte ich zwei wichtige Dinge erledigen: Wählen gehen und meinen Müll runterbringen. Als ich vom Hof zurückkam ahnte ich noch nicht, was mir kurze Zeit später widerfahren würde. Um nicht noch einmal auf- und wieder zuschließen zu müssen, stellte ich meinen grauen Papierkorb vor der Wohnungstür ab. „Den klaut schon keiner“, sagte ich noch zu mir.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich eine dreiviertel Stunde später vom Wählen zurückkam, war mein Papierkorb verschwunden. Ich habe überall nachgeschaut: Bei den Mülltonnen im Hof, im Hausflur und sogar in der Wohnung (obwohl es ja erwiesenermaßen eher selten vorkommt, dass sich Papierkörbe durch geschlossene Türen hinweg verschieben). Aber keine Spur von dem grauen Eimer!</p>
<p style="text-align: justify;">Nun könnte man ja sagen „was solls, sowas passiert halt&#8230;wird dem Lukas eine Lehre sein, wo er seinen Papierkorb immer vor der Tür stehen lässt&#8230;noch dazu in Kreuzberg“. Doch damit würde man es sich zu einfach machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ein Nachbar meinen Papierkorb entwendet hat. Unsere Haustür schließt zuverlässig und besonders viel Publikumsverkehr war am Sonntagnachmittag auch nicht zu beobachten gewesen. Ich glaubte plötzlich, den eisigen Hauch der sozialen Kälte im Haus spüren zu können (vielleicht war es auch der Herbst). Denn wer möchte schon gerne mit Nachbarn Wand an Wand wohnen, die einem hinterrücks den eigenen Papierkorb vor der Tür wegklauen?</p>
<p style="text-align: justify;">Wieso stiehlt überhaupt jemand einen Plastikeimer, der neu nur etwa fünf Euro kostet und gebraucht wohl kaum einen Wiederverkaufswert besitzt? Ich wollte mehr erfahren und ging im Haus von Tür zu Tür. Ich fragte die nette Frau vom Stockwerk obendrüber, klingelte bei dem verstrubbelten Amerikaner und wartete vergeblich vor der Tür des türkischen Ehepaares. Doch niemand hatte den Papierkorb gesehen oder wollte zugeben, dass er ihn gesehen und dann mitgenommen hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/aushang-hausflur-gross.jpg" target="_self"><img class="alignnone size-full wp-image-1520" title="Aushang im Hausflur: Papierkorb gestohlen" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/aushang-hausflur-papierkorb.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Also probiere ich es jetzt mit kleinen Postern, die ich im Hausflur aufgehängt habe. Zugegeben, die Geschichte darauf ist etwas dramatisiert. Aber wer seinen Papierkorb zurückhaben möchte, der muss klotzen, nicht kleckern (was schlecht wäre, so ohne Papierkorb).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag (20.09.):</strong> Der Aushang hat offensichtlich gewirkt. Heute früh stand mein Papierkorb plötzlich wieder vor der Tür &#8211; ganz so als wäre er nie weg gewesen. Halt nicht ganz, oben klebte noch ein Zettel dran mit der Aufschrift &#8220;Tut mir leid!&#8221;.</p>
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		</item>
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		<title>Der Thaipark in Wilmersdorf</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/09/thaipark-in-wilmersdorf-berlin/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 19:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bin ich hier in Thailand? Was aussieht wie eine Wiese in Bangkok ist in Wirklichkeit der Preußenpark in Berlin-Wilmersdorf, besser auch bekannt als Thaipark. Jedes Wochenende treffen sich hier dutzende thailändische Familien und kochen auf der Wiese. Wann es genau angefangen hat, kann heute niemand mehr sagen. Aber schon 2002 berichtete die Berliner Zeitung, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/thaiwiese-berlin-wilmersdorf-2.jpg"><img class="size-full wp-image-1498 alignleft" title="Was brutzelt denn da? Open-Air-Küche im Park" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/thaiwiese-berlin-wilmersdorf-2.jpg" alt="" width="360" height="433" /></a>Bin ich hier in Thailand? Was aussieht wie eine Wiese in Bangkok ist in Wirklichkeit der Preußenpark in Berlin-Wilmersdorf, besser auch bekannt als Thaipark. Jedes Wochenende treffen sich hier dutzende thailändische Familien und kochen auf der Wiese. Wann es genau angefangen hat, kann heute niemand mehr sagen. Aber schon 2002 <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0820/berlin/0008/index.html" target="_blank">berichtete die Berliner Zeitung</a>, dass der Park seit mindestens zehn Jahren ein beliebter Treffpunkt von Asiaten sei. Was als Picknick begann, ist mittlerweile ein richtiges Geschäft geworden: An einem Stand brutzeln Kochbananen in der Pfanne, am nächsten gibt es Saté-Spieße mit Hühnerfleisch und dazu frisch gedämpften Reis. Für ein paar Euro kann man im „Open-Air-Restaurant“ auf der Wiese asiatisch essen (siehe Bericht zum Essen im <a href="http://nimmersatt-in-berlin.blogspot.com/2010/07/preuenpark-aka-thaipark.html" target="_blank">nimmersatt-in-berlin-Blog</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Was auffällt: Viele junge Thai-Frauen haben ihre deutschen Männer dabei. Die sind oft schon im Rentenalter und sehen so aus, als ob sie gerade frisch aus der Kneipe kämen. Während die Thai-Frauen kochen und das Essen verkaufen, tun die Männer, dass was sie am besten können: Sie sitzen im Liegest<a href="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/thaiwiese-berlin-wilmersdorf-3.jpg"><img class="size-full wp-image-1499 alignright" title="Auch viele deutsch-thailändische Paare treffen sich im Preußenpark" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/thaiwiese-berlin-wilmersdorf-3.jpg" alt="" width="360" height="433" /></a>uhl und ruhen sich aus. Einige lungern auch beim Glücksspiel hinter den Essensständen und zocken um Euros.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Eine Thailänderin bietet Massagen an. Auffallend sauber ist es auf der Wiese: Ein &#8220;Hausmeister&#8221; läuft herum, stellt Plastiksäcke für den Müll bereit. Das Bezirksamt versucht dem Treiben mit Verboten und gelegentlichen Razzien beizukommen &#8211; seit fast zwanzig Jahren ziemlich erfolglos.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so wird weiterhin jedes Wochenende im Thaipark gekocht, massiert und gezockt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Grenzgebiet von Kreuzkölln</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/09/im-grenzgebiet-von-kreuzkoelln/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 17:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Karten]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>

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		<description><![CDATA[Liegt der Hermannplatz in Kreuzberg oder in Neukölln? „Ganz klar Kreuzberg“, sagen die einen und nicken bekräftigend. „Neukölln natürlich“, sagen die anderen und nicken ebenfalls kräftig. Klar ist: Die Grenzen in Kreuzkölln sind völlig verwischt. Ob im Graefe- oder Reuterkiez, das ist eigentlich egal &#8211; überall sehen die Szenekneipen, Self-Made-Designer-Läden und Spätis gleich aus. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1484" title="Optisch nicht sonderlich ansprechend: Der Hermannplatz in Berlin" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/hermannplatz-neukoelln.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Liegt der Hermannplatz in Kreuzberg oder in Neukölln? „Ganz klar Kreuzberg“, sagen die einen und nicken bekräftigend. „Neukölln natürlich“, sagen die anderen und nicken ebenfalls kräftig. Klar ist: Die Grenzen in Kreuzkölln sind völlig verwischt. Ob im Graefe- oder Reuterkiez, das ist eigentlich egal &#8211; überall sehen die Szenekneipen, Self-Made-Designer-Läden und Spätis gleich aus. Und die dazugehörigen Hipster, mal ganz unter uns, die sehen auch überall gleich aus. Wer weiß da noch, wem der Hermannplatz gehört?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zuordnung fällt nicht gerade leicht, denn Bezirksgrenzen sind in Berlin nicht deutlich markiert. Also ein Blick ins Internet: Doch auch die Standardwaffe Google Maps hilft hier nicht weiter. Die Berliner Bezirksgrenzen sind auf der Karte nicht eingezeichnet. Sucht man per Adresssuche direkt nach dem Hermannplatz, gibt Google Maps als Bezirk ‚Kreuzberg‘ an. Doch stimmt das auch?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1485" title="Hermannplatz auf den offiziellen Karten im Fisbroker (Ausriss/Screenshot)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/09/hermannplatz-karte-ausriss.jpg" alt="" width="598" height="397" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich will eine offizielle Antwort. Bei meinen Recherchen stoße ich auf das Tool <a href="http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/org/vermessung/geodaten/index.html" target="_blank">Fisbroker</a>, das von den Bezirksämtern bereit gestellt wird. Optisch ist die Seite irgendwo in den 90ern stehengeblieben. Aber die Karten stimmen. Und sie zeigen eindeutig: Die Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln verläuft genau über den Hermannplatz. Wenn man bei Karstadt einkauft, befindet man sich noch in Kreuzberg. Geht man aber in Richtung Hermannplatz aus der Tür, steht man plötzlich in Neukölln. Der Platz mit unscheinbarer Statue, Currywurstbude und Asia-Imbiss gehört ebenfalls zu dem Bezirk. Google Maps liegt mit seiner Kreuzberger Angabe also falsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kottbusser Damm, wird selbst von gebürtigen Berlinern zu Neukölln gezählt. Falsch! Denn laut offizieller Bezirkskarte liegt er komplett in Kreuzberg.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Grenzverlauf über den Hermannplatz hinweg sorgt noch für ein anderes Kuriosum: Weil das Gebäude von Karstadt ab der ersten Etage in Neukölln hineinragt, muss das Kaufhaus jährlich eine nicht unerhebliche <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0819/immobilien/0330/index.html" target="_blank">„Luftsteuer“</a> an den Bezirk zahlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Penner auf dem Platz stört das alles nicht: Sie haben ihre Biersteuer schon bezahlt. Rund 9 Cent pro Flasche Sterni. Egal ob in Kreuzberg oder in Neukölln.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kein Trend im Trendbezirk? Frozen Yoghurt in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 17:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich aus Frozen Yoghurt geworden? Letztes Jahr feierten Medien die Eisvariation noch als Sommertrend. Ob am mobilen Stand oder im Café – der gefrorene Joghurt schien nicht nur in aller Munde, sondern auch auf dem besten Weg zu sein, sich überall in Berlin zu etablieren. Jetzt, ein Jahr später, ist es still geworden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1443" title="Frozen Yoghurt mit Toppings (Foto: Magnus D. / Flickr)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/frozen-yoghurt-flickr.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Was ist eigentlich aus Frozen Yoghurt geworden? Letztes Jahr feierten Medien die Eisvariation noch als Sommertrend. Ob am <a href="http://www.yomunchy.com/" target="_blank">mobilen Stand</a> oder im Café – der gefrorene Joghurt schien nicht nur in aller Munde, sondern auch auf dem besten Weg zu sein, sich überall in Berlin zu etablieren. Jetzt, ein Jahr später, ist es still geworden um Frozen Yoghurt. Gerade einmal eine Handvoll Frozen-Yoghurt-Locations gibt es in der Hauptstadt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Zentrum des vermeintlichen Joghurteis-Booms scheint dabei in Mitte zu liegen. Bei einer kurzen Recherche habe ich nicht weniger als sechs Frozen-Yoghurt-Läden in dem Bezirk entdeckt (2x <a href="http://www.yoli-berlin.de/" target="_blank">Yoli Frozen Yoghurt</a>, <a href="http://www.wonderpots.de/" target="_blank">Wonderpots Frozen Yoghurt</a>, <a href="http://efas.de/" target="_blank">Efa’s Frozen Yoghurt</a>, <a href="http://de-de.facebook.com/pages/auf-die-hand-frozen-yogurt/113191445441042" target="_blank">auf die hand frozen yoghurt</a>, <a href="http://de-de.facebook.com/frohsinn" target="_blank">frohsinn yoghurt</a>). Auch in Prenzlauer Berg bieten vier Läden den gefrorenen Joghurt an. Im neuen Szeneviertel Neukölln gibt es die kühlen Kreationen dagegen überhaupt nicht. Und in Kreuzberg haben letzte Woche mit <a href="http://de-de.facebook.com/creamyfrozenyogurt" target="_blank">Creamy Frozen Yoghurt</a> und einer Yoli-Filiale die ersten beiden Läden des Bezirks eröffnet. So richtig scheint der Trend in den Szenekiezen von Berlin noch nicht angekommen zu sein. Aber woran liegt das?</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher spielt der Preis eine Rolle: Frozen Yoghurt ist <span style="text-decoration: line-through;">ein Premium-Produkt</span> schweineteuer. Ein mittlerer Becher mit zwei bis drei Toppings kostet schnell 4-5 Euro – dafür bekommt man in vielen Eiscafés der Hauptstadt schon einen ausgewachsenen Eisbecher mit Früchten und Sahne. Günstige Nachahmer gibt es bisher kaum. An der Technik kann es nicht liegen, denn Frozen Yoghurt ist vergleichsweise einfach herzustellen: Joghurt und Milch werden in einer Eismaschine verarbeitet, bis sie etwa die Konsistenz von Softeis haben. Dazu serviert man verschiedene Toppings und Soßen nach Wahl.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1444" title="Yoli Frozen Yoghurt in Berlin-Mitte" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/yoli-berlin-mitte.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Doch vielleicht ist diese Auswahl auch genau das Problem:  Wer vor der Theke steht und die Wahl hat zwischen verschiedenen Nüssen, Beeren, Trockenfrüchten, Müsli- und Crunch-Arten, Flakes, Drops, Gummibärchen oder süßen Soßen – der muss schon sehr genau wissen, was er eigentlich will. Ansonsten steht man später auf der Straße und kratzt die Nuss-Nougat-Creme von seinen Papaya-Stückchen. Erhöht wird der Schwierigkeitsgrad übrigens, wenn die Toppings nicht beschriftet sind (wie bei Yoli). Ein Banana-Split-Becher bestellt sich definitiv einfacher.</p>
<p style="text-align: justify;">Dafür erwirbt man beim Kauf von Frozen Yoghurt das Gefühl, ein Trendsetter zu sein. Mit einem Becher Frozen Yoghurt wird man von Passanten etwa so angesehen, als hätte man das neue iPhone 5 in der Hand. Es ist neu, hip, trendy. Ein Produkt, wie man es sonst nur aus den großen Metropolen von New York bis Hongkong kennt.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber ob das reicht um auf Dauer gegen die mehr als 300 Eiscafés der Hauptstadt bestehen zu können? Geschmacklich sind die Erweiterungsmöglichkeiten begrenzt: &#8220;Natur&#8221; schmeckt der gefrorene Joghurt einfach am besten. Viele Frozen-Yoghurt-Läden versuchen deshalb über die Gesundheitsschiene zu punkten. Mit null Prozent Fettgehalt wirbt etwa Yoli für seine Produkte. Das trifft allerdings nur auf das pure Joghurteis zu – die Kalorien (so man auf sie achtet) verstecken sich in den Toppings. Und ohne die ist Frozen Yoghurt schließlich nur der halbe Spaß.</p>
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		<title>Operation Hamsterkauf</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 14:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sammy wuchtet eine Kiste Champagner in den Einkaufswagen. Jetzt schnell um die Ecke, wo der Stapel mit den Pick-up-Keksen wartet. Noch zehn Sekunden! Mein Bruder hechtet zum Shampoo-Regal, greift sich eine Palette. „Schluss, aus!“, signalisiert der Marktleiter. Drei Minuten Speedshopping im LIDL sind vorbei. Und das hat sich gelohnt! Sammys Wagen ist randvoll: Kaffee, Olivenöl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1413" title="Voller Wagen in drei Minuten: Speedshopper bei LIDL" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/speedshopper-bei-lidl.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Sammy wuchtet eine Kiste Champagner in den Einkaufswagen. Jetzt schnell um die Ecke, wo der Stapel mit den Pick-up-Keksen wartet. Noch zehn Sekunden! Mein Bruder hechtet zum Shampoo-Regal, greift sich eine Palette. „Schluss, aus!“, signalisiert der Marktleiter. Drei Minuten Speedshopping im LIDL sind vorbei. Und das hat sich gelohnt! Sammys Wagen ist randvoll: Kaffee, Olivenöl, Champagner, Schokolade. Nicht weniger als 295 einzelne Artikel mit einem Gesamtwert von 821,29 Euro hat er zusammengerafft. Kein Wunder, dass die Kasse noch piept, als der nächste Teilnehmer schon an den Start geht&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1414" title="Glückliche Gesichter: Speedshopping bei LIDL in Berlin" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/lidl-speedshopping-berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Fünf Kunden kamen im Rahmen des Gewinnspiels zur Wiedereröffnung des LIDL-Marktes am Neuköllner Maybachufer in den Genuss des Gratis-Einkaufes. Vor allem Kaffee und Schokolade waren beliebt. Ein Türke im Deutschland-Trikot lud sich den Wagen voller Scheiben-Käse. Mehr als 1000 Euro zeigte die Kasse bei ihm am Ende an. Und wofür der ganze Billig-Gouda? „Ich habe eine große Familie“, erklärte er stolz und fragte dann: „Und was habt ihr mitgenommen?“</p>
<p style="text-align: justify;">Es zeigte sich deutlich: Wer sich auf das Speedshopping gründlich vorbereitet hatte, konnte am Ende deutlich mehr Produkte mitnehmen. Ein Rundgang durch den Supermarkt vor dem Start gehörte da fast schon zum Standard-Repertoire. Ernsthafte Speedshopper gehen noch weiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier deshalb vier Tipps für den optimalen Drei-Minuten-Einkauf:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. Ziel formulieren</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Während einige Speedshopper auf einen möglichst hohen Warenwert aus sind, greifen andere bevorzugt zu Produkten, die sie gerne mögen oder die sie sich sonst nicht gönnen. Das Ziel sollte vorher festgelegt werden, damit man sich beim hektischen Schnelleinkauf nicht verzettelt. Wichtig auch das Regelwerk: Dürfen ganze Paletten mitgenommen werden (optimal), sind Produkte ausgenommen (häufig Spirituosen, Zigaretten, Zeitschriften), gibt es attraktive Sonderposten?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Heiße Produkte auswählen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Attraktive Speedshopping-Produkte zeichnen sich durch einen hohen Wert bei vergleichsweise handlicher Packungsgröße aus. Das sind meistens Luxusgüter: Kaffee vereint einen hohen Wert in sich. Fleisch, Fisch, Wein und Süßigkeiten auch. Unattraktiv für Schnellkäufer sind billige Produkte (Nudeln) oder solche mit unhandlichen Verpackungen (Toilettenpapier). Wichtig auch persönliche Präferenzen: Wer keine Dosen-Makrelen mag, sollte sich nicht den ganzen Wagen damit vollladen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1415" title="Plan für Operation Hamsterkauf" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/operation-hamsterkauf-plan.jpg" alt="" width="600" height="400" /><em><br />
Was für den Laien nach wirrem Gekritzel aussieht, ist für den erfahrenen Speedshopper der Plan zum optimalen Drei-Minuten-Einkauf</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3. Schlachtplan entwickeln</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu einer ausgeklügelten Vorbereitung gehört ein fundierter Schlachtplan nach ISO-Norm 20779B. Mehrere Tage vor dem Termin bereits durch den Markt gehen und eine Skizze der Regalreihen anfertigen. Die gewünschten Produkte markieren. Schnell wird deutlich: In einigen Gängen liegen viele attraktive Sachen, andere sind dagegen Zeitfallen. Hot Zones des Marktes werden farbig markiert &#8211; hier gibt es viel Gutes auf einmal! Vorsicht vor den Risikozonen: Vor dem Obst- und Gemüseregal parken unbedarfte Kunden gerne ihre Wagen, versperren dem ambitionierten Speedshopper den Weg. Zeitverlust von mehreren Sekunden droht! Anhand der Karte entscheidet man sich dann für die beste Route. Nicht zu viel vornehmen: Drei Minuten sind schneller vorbei als man denkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>4. Der Tag des Wettkampfes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vor dem Start noch einmal die geplante Route durchgehen und im Kopf visualisieren. Aufwärmübungen machen. Smalltalk mit den anderen Teilnehmern führen. Dann geht es an den Start: Schnell zum ersten Regal sprinten. Wo möglich, immer ganze Paletten greifen, da sich diese besser im Einkaufswagen stapeln lassen. Liegen nur zwei bis drei Meter zwischen den Zielprodukten, den Wagen kurz stehen lassen. Auf die Route konzentrieren. Kurz vor Schluss: Nicht stehenbleiben, sondern im direkten Umfeld willkürlich Sachen in den Wagen packen. Am Ende entscheidet manchmal eine Tütensuppe über Sieg oder Niederlage.</p>
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		<title>Werbung an Bord</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 04:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da liege ich doch gestern nach Feierabend noch im Treptower Park am Ufer und schaue aufs Wasser. Plötzlich schiebt sich eine Werbewand ins Bild. Was ist denn nun los? Das Wirtschaftsmagazin brand eins hat sich ein kleines Motorboot gemietet, es mit Werbetafel für das neue Heft ausgestattet und lässt es nun von zwei Studenten (Vermutung) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1404" title="Brand Eins - Werbung auf Boot" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/brand-eins-werbung-auf-boot.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Da liege ich doch gestern nach Feierabend noch im Treptower Park am Ufer und schaue aufs Wasser. Plötzlich schiebt sich eine Werbewand ins Bild. Was ist denn nun los? Das Wirtschaftsmagazin brand eins hat sich ein kleines Motorboot gemietet, es mit Werbetafel für <a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/heimliche-helden.html" target="_blank">das neue Heft</a> ausgestattet und lässt es nun von zwei Studenten (Vermutung) das Spreeufer entlangfahren. Eine sehr coole Werbeidee, wie ich finde, die noch dazu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bleibt nur zu hoffen, dass jetzt nicht alle Firmen auf den Zug äh das Boot aufspringen. Sonst fährt bald eine Reklametafel nach der anderen am Treptower Ufer vorbei &#8211; und man sieht nur Werbung statt Wasser.</p>
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		<title>Regen-Rabatt für Wasserratten</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 18:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem sind wieder einige Freibäder in Berlin geöffnet und man muss kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass es ein eher mauer Start in die Saison sein wird. Wer bezahlt schon vier Euro Eintritt, um durch kalten Nieselregen hindurch ins Becken zu flüchten und hinterher auf der Liegewiese eine Schlammparty zu veranstalten? Sicher gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1220" title="Sprung ins kalte Wasser: Regen-Rabatt im Freibad?" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/05/sprung-ins-kalte-wasser-berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Seit kurzem sind wieder <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/hinein-hinein-ab-ins-wasser/4110622.html" target="_blank">einige Freibäder</a> in Berlin geöffnet und man muss kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass es ein eher mauer Start in die Saison sein wird. Wer bezahlt schon vier Euro Eintritt, um durch kalten Nieselregen hindurch ins Becken zu flüchten und hinterher auf der Liegewiese eine Schlammparty zu veranstalten?</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher gibt es einige Unverbesserliche, die allen Naturgewalten trotzend, weiter ihre Bahnen schwimmen. Vor allem Rentner sind bekanntlich ja mit allen Wassern gewaschen. Aber auch Sportschwimmer können als hartgesotten gelten. Alle anderen bleiben aber zuhause. Und so gilt die Faustregel: Wenn es draußen regnet, bleiben die Freibäder leer.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Statistik spricht ja per se schon gegen den Betrieb eines Freibades in Berlin: So hat ein durchschnittlicher Mai in der Hauptstadt exakt 13,9 Regentage. Das heißt, an fast der Hälfte der Tage regnet es. Auch im Juni wird es mit 14,3 Regentagen nicht besser. Erst im Juli regnet es seltener.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Berliner Bäderbetriebe stehen dem Phänomen der Regentage weitgehend hilflos gegenüber: Zwar gibt es dieses Jahr ein „<a href="http://bbb-infra.de/user/upload/PM_Start2011.pdf" target="_blank">flexibles Öffnungszeitenmodell</a>“, aber das bedeutet lediglich, dass die Freibäder versetzt geöffnet werden. Ist ein Freibad einmal offen, bleibt es auch dabei. Und wenn es regnet, dann kommt halt niemand. Die Bademeister sitzen gelangweilt am Beckenrand und falten kleine Schiffchen aus den Zipfeln ihrer BZ, die im Regen doch gleich wieder zu Papiermatsch zerfallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei wäre die Lösung doch ganz einfach: Regentickets! An Tagen an denen es regnet, sollte der Eintritt ins Freibad nur die Hälfte kosten. Meinetwegen auch nur dann, wenn eine bestimmte Menge an Regen fällt. Gerade unentschlossene Schwimmer und Sparfüchse könnte ein Regen-Rabatt wieder in die Freibäder locken. Wem ein paar Tropfen von oben nichts aus machen, kann schwimmen und dabei auch noch Geld sparen. Auf der <a href="http://www.berlinerbaederbetriebe.de/" target="_blank">Webseite des Schwimmbades</a> müsste natürlich vorher schon stehen, ob es sich um einen Regentag handelt oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ökonomisch ließe sich natürlich argumentieren, dass die Kosten für den Betrieb eines Schwimmbades immer ungefähr gleich bleiben, egal ob es regnet oder nicht. Bei reduzierten Preisen müsste das Bad sogar mehr Gäste anziehen, um seine Kosten zu decken. Ich denke dennoch, dass die Vorzüge der Regentickets überwiegen: Stellt euch mal vor, ihr seid Schlittenhändler und wollt im prächtigsten Hochsommer einen Schlitten verkaufen. Ohne starken Rabatt werdet ihr sehr lange suchen müssen, um einen Abnehmer für euren Ladenhüter zu finden. Ähnlich ist es auch bei den Freibädern. Nur mit Regentickets bekommt man die Berliner Freibäder auch bei schlechtem Wetter voll.</p>
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		<title>Klapperkonzert auf zwei Reifen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 07:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum scheint die Sonne wieder, ist auch dieses Geräusch wieder da: Es klackert, rattert, rasselt, scheppert, rumpelt und kracht, dass es eine wahre Freude ist. Die Fahrradsaison ist eröffnet und das ist in Kreuzberg meist eine lautstarke Angelegenheit. Grund hierfür ist der Pflegezustand vieler Räder, der knapp oberhalb der Kategorie „noch fahrtüchtig“ rangiert. Also klappert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1206" title="Kaputte Fahrräder am Spreewaldplatz" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/04/kaputte-fahrraeder-spreewaldplatz.jpg" alt="" width="600" height="450" /></p>
<p style="text-align: justify;">Kaum scheint die Sonne wieder, ist auch dieses Geräusch wieder da: Es klackert, rattert, rasselt, scheppert, rumpelt und kracht, dass es eine wahre Freude ist. Die Fahrradsaison ist eröffnet und das ist in Kreuzberg meist eine lautstarke Angelegenheit. Grund hierfür ist der Pflegezustand vieler Räder, der knapp oberhalb der Kategorie „noch fahrtüchtig“ rangiert. Also klappert das Rückblech, quietschen die Pedale, schleift die Kette bei jeder Fußbewegung.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer im bürgerlichen Charlottenburg oder im biederen Zehlendorf aufgewachsen ist, der kennt solcherlei Geräusche ja kaum. Fahrräder sind dort vor allem als rund laufende geräuscharme Fortbewegungsmittel bekannt. Allenfalls das leichte Sirren der Gangschaltung (18 Gänge plus) ist zu hören und vielleicht noch das leise Schnaufen des Radfahrers, wenn er sich die Steigung auf den Teufelsberg hinauf quält. Wo in Wilmersdorf eine jährliche Inspektion auf dem Programm steht, wird in Kreuzberg das Fahrrad genau einmal inspiziert &#8211; nämlich beim Kauf. Und so scheinen sich auch die Händler in der Umgebung weniger auf die Reparatur bestehender Bikes als auf den Verkauf von Gebrauchtfahrrädern spezialisiert zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht nur dort wechseln Räder schnell ihren Besitzer: Wer seinen Drahtesel am Görlitzer Park abstellt, sollte besser nicht nur Rahmen und Vorderrad, sondern alle irgendwie abschraubbaren Teile des Rades mit einem Schloss sichern. Die Galerie an halbzerlegten Rädern vor dem Schwimmbad am Spreewaldplatz spricht hier Bände.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1208" title="Zerlegtes Fahrrad am Spreewaldplatz" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/04/kaputtes-fahrrad-spreewaldplatz-2.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Hier muss die Fahrradmanufaktur wohl noch mal von vorne anfangen: Rad am Spreewaldplatz</em></p>
<p style="text-align: justify;">Unvergessen auch der Tag, als ich schwerbepackt aus dem Lidl kam. „Hey, möchtest du Fahrrad kaufen?“, fragte mich ein Farbiger und wollte mir ein braunes Herrenrad andrehen. Für 30 oder 40 Euro hätte ich es haben können. Mit Transportkorb, aber ohne Schloss.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist nicht nur die Saison der Fahrradfahrer, sondern auch der Fahrraddiebe. So mancher schützt sein Rad mittlerweile nach der „Kreuzberger Formel“. Das heißt: Preis des Schlosses = Fahrradwert mal zwei. Und jeder kennt irgendjemanden, dem ist trotzdem das Rad abhanden gekommen. Auftauchen tun die Bikes dann im Internet (u.a. Ebay Kleinanzeigen, Zweite Hand) oder auf Flohmärkten wie <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0413/berlin/0032/index.html" target="_blank">im Mauerpark</a>. Wer sein geklautes Rad wieder haben möchte, dem wird hier ein guter Preis gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und während das Stadtmagazin Zitty in seiner letzten Ausgabe die Vorzüge eines Fahrrades gegenüber einer Seifenkiste anpreist („in ihrer Nutzung weitaus eingeschränkter“), den „Schönheits-Vorsprung eines klapprigen Drahtesels vor einem nagelneuen Porsche 911“ erkannt zu haben glaubt  und auf den folgenden zehn (!) Seiten Fahrradfahrer vorstellt, die tatsächlich zu Uni oder zur Arbeit mit dem Rad fahren (wer hätte das gedacht, liebe Zitty!), gehe ich bisher noch zu Fuß. Mein Baumarktfahrrad mit drei Gängen steht nämlich noch im Keller. Es ist einfach nicht kreuzbergtauglich: Es klappert nämlich nicht. Kein Scheppern und Rasseln, wenn man über den Asphalt brettert. Irgendwie muss ich da noch mal ran; ein paar Schrauben lösen, das Öl von der Kette wischen und die Pedale zum Quietschen bringen. Dann kann der Fahrradsommer kommen.</p>
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