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	<description>Berlin Blog</description>
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		<title>Die Wahrheit über Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 09:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer immer noch denkt, dass Berlin &#8220;schön&#8221;, &#8220;sexy&#8221; und &#8220;in&#8221; ist, der erfährt hier endlich die Wahrheit. Und wer schon herausgefunden hat, dass keines dieser Attribute auf die Hauptstadt zutrifft, der kann sich immer noch am melancholischen Klang von Wladmirs Keyboardspiel erfreuen. Wenn sich die drei Musiker von Incredible Herrengedeck mit ihren Instrumenten im eisigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="600" height="437" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LIPCaeB_hQ0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="600" height="437" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/LIPCaeB_hQ0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Wer immer noch denkt, dass Berlin &#8220;schön&#8221;, &#8220;sexy&#8221; und &#8220;in&#8221; ist, der erfährt hier endlich die Wahrheit. Und wer schon herausgefunden hat, dass keines dieser Attribute auf die Hauptstadt zutrifft, der kann sich immer noch am melancholischen Klang von Wladmirs Keyboardspiel erfreuen. Wenn sich die drei Musiker von Incredible Herrengedeck mit ihren Instrumenten im eisigen Wind wiegen und dazu mit rauen Stimmen den Refrain von &#8220;Berlin stinkt, Berlin ist dreckig&#8230;&#8221; anstimmen, dann geht einem doch immer wieder das Herz auf. Aber seht selbst!</p>
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		<title>Sushi-Ecken im Untergrund</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittags auf dem Kottbusser Damm: Türkische Mütter gehen einkaufen. Bärtige Männer sitzen im Café oder promenieren über die nicht vorhandene Promenade. In den Buden drehen sich Dönerspieße brutzelnd im Kreis. Wer die schmuddeligen Treppen zum U-Bahnhof Schönleinstraße hinuntereilt, der erwartet sicher vieles, aber kein hochwertiges Fast-Food. Und doch gibt es seit kurzem mitten auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mittags auf dem Kottbusser Damm: Türkische Mütter gehen einkaufen. Bärtige Männer sitzen im Café oder promenieren über die nicht vorhandene Promenade. In den Buden drehen sich Dönerspieße brutzelnd im Kreis.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer die schmuddeligen Treppen zum U-Bahnhof Schönleinstraße hinuntereilt, der erwartet sicher vieles, aber kein hochwertiges Fast-Food. Und doch gibt es seit kurzem mitten auf dem Bahnsteig der Linie U8 einen neuen Imbiss, der Onigiri verkauft.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1802" title="Rice Up Organic Onigiri im U-Bahnhof Schönleinstraße" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/rice-up-onigiri-schoenleinstrasse.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Oni…wie? Onigiri sind Reis-Taschen, die ursprünglich aus Japan und Korea kommen. Ein Meeresalgenblatt bildet die Hülle für die herzhafte Füllung aus gekochtem Fisch, Fleisch oder Gemüse und jeder Menge Klebereis. Die aktuellen Kreationen heißen zum Beispiel „Lachs &amp; scharfe Pflaume“, „Hühnchen &amp; Süßkartoffel“ oder „Umeboshi &amp; Stangensellerie“.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich entscheide mich für die Variante mit Lachs und scharfer Pflaumensoße. Geschmacklich kann diese durchaus überzeugen: Das Lachsfilet in der Mitte der Tasche ist mit bloßem Auge zu erkennen und hat ein zartes Aroma, welches gut mit der süßlichen Schärfe der Soße harmoniert. Ähnlich wie bei Sushi ist der Eigengeschmack der Tasche im Ganzen aber eher zurückhaltend. Hier würde vielleicht Sojasauce weiterhelfen (die unterwegs aber denkbar unpraktisch ist).</p>
<p style="text-align: justify;">Noch eine weitere Eigenschaft teilt Onigiri mit Sushi: Es macht nicht richtig satt. Um eine Hauptmahlzeit zu bestreiten, muss man schon zwei oder drei der handlichen Taschen essen. Etwas seltsam wirkt da der Werbespot, der auf einem Bildschirm an der Bude gezeigt wird: Onigiri wird da als Alternative zu Currywurst und Döner präsentiert. Tatsächlich ist es eher ein kleiner Snack.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1803" title="Rice Up Onigiri: Lachs und scharfe Pflaume" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/rice-up-onigiri.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen 2,50 Euro und 3 Euro kostet ein Onigiri. Das ist ganz schön viel und lässt sich eigentlich auch nicht mit der versprochenen Bio-Qualität rechtfertigen. Für einen Snack zu teuer – für eine Hauptmahlzeit zu klein? Jedenfalls kann man für den Preis von drei Reistaschen im nahe gelegenen Reuterkiez schon ziemlich gut essen gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was uns zu der Lage bringt: Die wirkt skurril angesichts der Nachrichten der letzten Monate. Die Schönleinstraße sei ein <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/kinderdealer-wieder-am-drogen-bahnhof-article928116.html" target="_blank">„Drogenbahnhof“</a> hieß es da und zähle neben dem Kottbusser Tor zu den zwielichtigsten Stationen überhaupt in Berlin. Warum eröffnet ausgerechnet hier einen Edel-Imbiss?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Antwort weiß Thorsten Reuter, der Geschäftsführer von <a href="http://www.rice-up.de/" target="_blank">Rice Up</a>. Eben noch hat er einer holländischen Besuchergruppe die Vorzüge des Onigiri-Konzeptes erklärt, jetzt wendet er sich mir zu: „Den Standort haben wir bewusst gewählt, wir wollten ein Paradoxon in dieser Umgebung schaffen“, sagt er. Wer ein paar Stunden im Bahnhof arbeite, sehe das Leben in seiner ganzen Bandbreite vorüberziehen. Vom Studenten bis zum Junkie komme hier jeder lang. „Mit dem Imbiss wollen wir zeigen, dass ein Miteinander von beiden Welten möglich ist“, sagt Reuter und klingt dabei ein bisschen so, als hätte er gerade ein soziales Hilfsprojekt eingeweiht.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich richtet sich Rice Up Onigiri aber an eine ganz bestimmte Klientel: Es sind Leute, die sich bewusst ernähren und dafür gerne auch etwas mehr ausgeben. Die experimentierfreudig sind und das anderen auch gerne zeigen. Es sind Hippster, die Onigiri kaufen und nicht Kleinverdiener oder Junkies.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1804" title="Rice Up Onigiri: Sushi-Ecke mit herzhafter Füllung" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/rice-up-onigiri-sushi-ecke.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Thorsten Reuter erzählt von seinen Ausbauplänen: Ein mobiler Imbisswagen werde gerade umgebaut, bis zum Ende des Jahres soll es noch einen zweiten Standort in Berlin geben. Es sind ambitionierte Ziele.</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder oben am Tageslicht, kommen sie einem gleich nochmal so ambitioniert vor: Die Dönerläden hier tragen einen harten Preiskampf aus. 1,49 Euro schreit es in roten und gelben Lettern von den Schildern. Auch Gemüse-Kebap steht hoch im Kurs. Überhaupt herrscht an günstigen Imbissen kein Mangel: Currywurst, Vietnamesisch, Grillhähnchen, Hamburger – die Liste ist lang. Ob da noch Platz für Onigiri ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Thorsten Reuter kämpft derweil noch an einer ganz anderen Front. Er will Werbeplakate an der Treppe zur U-Bahn aufhängen. Doch die Werbefirma der BVG lehnte ab: Die Plakate würden das Erscheinungsbild des Bahnhofs Schönleinstraße stören. Da ist es wieder, das Paradoxon von der Schönleinstraße.</p>
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		<title>Street-Art: Kaugummi-Automaten und Briefkästen ohne Ende</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 08:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Kaugummi-Automaten seit meiner Kindheit einen besonderen Reiz auf mich ausüben, hatte ich an anderer Stelle ja schon erwähnt. Deshalb habe ich mich auch besonders über diese Street-Art-Collage in meiner Nachbarschaft (Paul-Lincke-Ufer beim Bouleplatz) gefreut. Hunderte Kaugummi-Automaten hat dort jemand auf Poster gedruckt und nebeneinander geklebt. Von weitem sieht man erst gar nicht was es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1788" title="Street Art: Kaugummi-Automaten-Collage" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/street-art-automaten-collage.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dass Kaugummi-Automaten seit meiner Kindheit einen besonderen Reiz auf mich ausüben, hatte ich an anderer Stelle ja <a href="http://www.blogonade.de/2012/02/der-eissauger-von-ludwigsfelde/">schon erwähnt</a>. Deshalb habe ich mich auch besonders über diese Street-Art-Collage in meiner Nachbarschaft (Paul-Lincke-Ufer beim Bouleplatz) gefreut. Hunderte Kaugummi-Automaten hat dort jemand auf Poster gedruckt und nebeneinander geklebt. Von weitem sieht man erst gar nicht was es ist. Die grobe Struktur macht neugierig. Erst wenn man näher kommt, sieht man die Automaten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1789" title="Street-Art: Kaugummi-Automaten in Kreuzberg" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/street-art-automaten-collage-2.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Kaugummi-Automaten-Collage macht der unbekannte Street-Art-Künstler zudem Dinge sichtbar, die wir im Alltag häufig übersehen. Allein auf meinem Weg zum Supermarkt laufe ich schon an zwei bis drei Kaugummi-Automaten vorbei. Man nimmt sie nur aus dem Augenwinkel wahr, viele sind mit Graffiti beschmiert oder haben anderweitig gelitten. Sie stehen in der fahlen Wintersonne und warten auf kleine Kundschaft. Doch wie selten sieht man jemanden ein zehn Cent Stück einwerfen und an dem knirschenden Rad drehen! Ich glaube mittlerweile stehen oder hängen die meisten Kaugummi-Automaten ja nur noch aus Gewohnheit. Weil es in Berlin eben immer schon so war. Und wer weiß, vielleicht steckt hinter der Street-Art-Collage ja auch einfach ein Automatenaufsteller, der mal wieder etwas Werbung für seine kleinen Apparate machen will&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Hier noch eine schöne Variante mit Briefkästen (Kottbusser Damm/Gräfestraße):</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1790" title="Street Art: Briefkästen" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/street-art-briefkasten-collage.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1791" title="Street Art: Briefkasten-Collage" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/03/street-art-briefkasten-collage-2.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
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		<title>Die Tücken der P-Sharan</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 11:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin aber auch selbst Schuld: Da schenke ich meiner Schwester Deborah zu Weihnachten eine Pinhole-Kamera aus Pappe und überlasse ihr ganz allein den schwierigen Teil des Aufbaus. Äußerlich wirkte das Bastelset aus Japan durchaus einfach und verständlich. Die Packung des Modells  P-Sharan STD-35e lockte mit bunten Fotos und dem Versprechen des Herstellers „assembles in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://sommerdiebe.wordpress.com/2012/02/20/deborah-bastelt-sich-ne-kamera/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1769" title="Artikel im Kulturblog &quot;Sommerdiebe&quot;" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/02/sommerdiebe-kulturblog.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin aber auch selbst Schuld: Da schenke ich meiner Schwester Deborah zu Weihnachten eine Pinhole-Kamera aus Pappe und überlasse ihr ganz allein den schwierigen Teil des Aufbaus. Äußerlich wirkte das Bastelset aus Japan durchaus einfach und verständlich. Die Packung des Modells  <a href="http://www.sharan-camera.com/Sharan_STD-35e_camera.html" target="_blank">P-Sharan STD-35e</a> lockte mit bunten Fotos und dem Versprechen des Herstellers „assembles in 1 hour or less“. Die Montage sollte sogar komplett ohne Klebstoff erfolgen, was den Schwierigkeitsgrad in meinen Augen deutlich zu senken schien.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass dem nicht so ist, stellt Deborah jetzt in ihrem Blog klar. In stundenlanger Geduldsarbeit hat sie die weitgehend unverständliche Anleitung interpretiert und Dutzende ähnlich beschrifteter Einzelteile (P1, B2, M7 etc.) zusammengefügt. Nicht mit Klebstoff, sondern mit den beigelegten Klebestreifen (soviel zum Versprechen „glueless“). Ihr Bericht dieses Unterfangens ist überaus lesenswert und für mich schon jetzt einer der lustigsten Blogartikel des Jahres. Aber lest am besten selbst: <a href="http://sommerdiebe.wordpress.com/2012/02/20/deborah-bastelt-sich-ne-kamera/" target="_blank">Deborah bastelt sich ‘ne Kamera</a>.</p>
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		<title>Der Eissauger von Ludwigsfelde</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 23:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Eistruhe öffnet sich wie der kalte Sarg von Graf Dracula. Dann schwebt der Rüssel heran, senkt sich hinunter, saugt ein Eis an und zieht es auf fast magische Weise hoch. Jetzt hängt es am seidenen Faden&#8230;äh&#8230;am seidenen Rüssel. Schafft der es, das Eis zum Ausgabeschacht zu befördern ohne dass es herunterfällt? Ja, er schafft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/QGGqoIkC5Dk?rel=0" frameborder="0" width="600" height="437"></iframe></p>
<p>Die Eistruhe öffnet sich wie der kalte Sarg von Graf Dracula. Dann schwebt der Rüssel heran, senkt sich hinunter, saugt ein Eis an und zieht es auf fast magische Weise hoch. Jetzt hängt es am seidenen Faden&#8230;äh&#8230;am seidenen Rüssel. Schafft der es, das Eis zum Ausgabeschacht zu befördern ohne dass es herunterfällt? Ja, er schafft es. Wenige Sekunden später hält man tatsächlich das gewünschte Stieleis in der Hand. Ich bin immer noch ganz begeistert von der Technik dieses Saugrüssel-Automaten, den ich in der Kristalltherme in Ludwigsfelde entdeckt habe.</p>
<p>Vielleicht liegt es an meinen bisherigen Erfahrungen mit diesen Geräten: Schon seit meiner Kindheit üben Automaten einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Besuche beim Kaugummi-Automaten im Westend, den ich mit meinem kostbar gesparten Taschengeld fütterte. Immer in der Hoffnung, dass nicht einer der knallbunten Kaugummis, sondern endlich das heißersehnte Glibber-Skelett herauskommen möge. Auch bei Ausflügen mit der S-Bahn gingen mein Vater und ich oft vorher zum Süßigkeiten-Automaten, um noch einen Schokoriegel für die Fahrt herauszulassen oder eine kleine Tüte mit M&amp;M´s.</p>
<p>Kurze Zeit später wollte ich dann sogar selbst Automaten-Aufsteller werden (und zwar am liebsten für Kaugummi- und Süßigkeiten-Automaten). Ich stellte mir das wunderbar vor, schließlich waren die Automaten immer mit den leckersten Sachen gefüllt. Und außerdem wusste ich ja, wie viel Geld man als Kind da so reinsteckt. Es schien nach meinem Dafürhalten als Fünfjähriger eine unerhört lukrative Branche zu sein. Und ich mittendrin!</p>
<p>Ich bin dann doch kein Automaten-Aufsteller geworden. Eigentlich schade, denn sonst hätte ich mir sicher auch so einen Saugrüssel-Automaten zugelegt und natürlich im Vorraum eines Schwimmbades platziert. Ich denke einen besseren Platz gibt es gar nicht für so ein wunderbares Gerät. Viele Leute werfen bestimmt auch nur Geld ein, um mal zu sehen, ob der merkwürdig aussehende Saugrüssel es tatsächlich schafft, ein Eis ans Tageslicht zu befördern.</p>
<p>Auch im Internet scheint die Fangemeinde dieses Automaten-Typs groß zu sein: Es gibt jedenfalls <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=eis+sauger+automat" target="_blank">eine ganze Menge Videos</a> bei YouTube, die den Eissauger in Aktion zeigen. Vermutlich ist er damit sogar der meistgefilmte Eisautomat weltweit. Na das ist doch mal was!</p>
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		<title>Spontane Party auf dem Eis</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 13:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Transporter von Robben &#38; Wientjes, ein Kessel mit Glühwein und ein DJ &#8211; mehr braucht man nicht, um in Berlin ganz spontan eine Party auf dem Eis zu feiern. So gesehen gestern Nachmittag im Park gegenüber der Lohmühlenbrücke in Kreuzberg. Auch sonst war auf dem gefrorenen Landwehrkanal viel los: Jede Menge Spaziergänger, Eltern mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/K2riRLTvaI8?rel=0" frameborder="0" width="600" height="437"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Transporter von Robben &amp; Wientjes, ein Kessel mit Glühwein und ein DJ &#8211; mehr braucht man nicht, um in Berlin ganz spontan eine Party auf dem Eis zu feiern. So gesehen gestern Nachmittag im Park gegenüber der Lohmühlenbrücke in Kreuzberg.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch sonst war auf dem gefrorenen Landwehrkanal viel los: Jede Menge Spaziergänger, Eltern mit Kinderwagen und natürlich mein Bruder und ich. Wir nutzten dann auch gleich die Abkürzung übers Eis, um schneller zum Supermarkt zu kommen. Auf dem Rückweg gab es dann unerwartete Probleme: Wir hatten unseren Einkaufswagen wohl zu schwer beladen und die Eisdecke war wohl doch noch nicht dick genug. Jedenfalls knackte es plötzlich und schon brach unser Wagen ein. Schöne Bescherung! Ich konnte gerade noch nach einer Cola-Flasche greifen, ehe alles versank.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider habe ich von diesem einmaligen Moment kein Beweisfoto schießen können, aber wenn ihr im nächsten Frühjahr am Kanal eine Packung Erbsengemüse oder ein paar Fischstäbchen vorbeischwimmen seht, dann denkt an diese wahre Begebenheit. In diesem Sinne: Frohen Winter!</p>
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		<title>Discounter-Krieg in Kreuzkölln</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2012/02/discounter-krieg-in-kreuzkoelln/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 08:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aldi war das erste Opfer: Der Markt am Maybachufer war eines Morgens plötzlich weg. Kein Licht, keine Waren, vor der Tür drehte schon der Abrissbagger seine Kreise. An der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln tobt schon seit längerem der Discounter-Krieg. Es geht um viel: So zählt etwa der angrenzende Reuterkiez auf der Neuköllner Seite zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1711" title="Abriss des Aldi am Maybachufer" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/02/aldi-abriss.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aldi war das erste Opfer: Der Markt am Maybachufer war eines Morgens plötzlich weg. Kein Licht, keine Waren, vor der Tür drehte schon der Abrissbagger seine Kreise. An der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln tobt schon seit längerem der Discounter-Krieg. Es geht um viel: So zählt etwa der angrenzende Reuterkiez auf der Neuköllner Seite zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzk%C3%B6lln" target="_blank">am dichtesten besiedelten</a> Gebieten von Berlin (und das obwohl es dort fast keine Hochhäuser gibt).</p>
<p style="text-align: justify;">Der Schließung des ALDI war eine Provokation von LIDL nebenan vorangegangen. Der Markt hat dank seines großen Parkplatzes ohnehin schon einen Vorteil im Kampf um die Kunden. LIDL hatte seinen Verkaufsraum renoviert, die Regale umsortiert und sich mit einer Backstation bewaffnet. Man glaubt ja gar nicht, was diese Aufbackapparate für eine Anziehungskraft haben. Davon hängt häufig schon die Entscheidung für oder gegen einen Einkauf dort ab: „Gehen wir zu Aldi oder zu LIDL?“ &#8211; „Ach lass doch zu LIDL gehen, bei Aldi gibt es nur dieses labbrige Tütenbrot.“ Entscheidung getroffen. Und die Erfahrung zeigt: Meistens kauft man aus Bequemlichkeit doch nur in einem Supermarkt ein.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone  wp-image-1712" title="Penny-Umbau in der Ohlauer Straße" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/02/penny-umbau.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Discounterkrieg geht weiter! Letzte Woche wollte ich nach dem Schwimmen gehen noch rasch bei Penny vorbei. Auch hier: Der komplette Laden war leergeräumt. Keine Waren, keine Regale, keine Kassen. Stattdessen Handwerker, die den Laden aufrüsten, ihn für den Konkurrenzkampf stählen. So stehen Bier, Wein und Chips jetzt direkt vorne an den Kassen. Wer also nur für den Partyabend einkauft, braucht nicht durch den ganzen Laden zu laufen. Dafür ist der unsägliche Non-Food-Plunder (Billig-Kleidung, schrottige Haushaltsgeräte etc.) nach hinten gewandert. Und auch hier liefert eine Backstation brummend neue Brote im Stundentakt.</p>
<p style="text-align: justify;">So ein Komplettumbau will ja gut überlegt sein. <a href="http://www.ehi.org/fileadmin/images/content_images/Presse/Handel_aktuell/Sortbreite_Definitionen.pdf" target="_blank">Statistisch gesehen</a> hat ein Supermarkt zwischen 20-30.000 Produkten. Diese Warenmassen müssen schnell und sicher in ein Lager und hinterher wieder zurückgebracht werden. Das steckt schon eine unglaubliche Logistik dahinter. Nicht zu vergessen: Während der ganzen Zeit des Umbaus verdient die Filiale keinen einzigen Cent.</p>
<p style="text-align: justify;">In unserem Kiez scheint es sich jedenfalls zu lohnen. Denn wie ich per sicherer Mundpropaganda erfahren habe: Der Aldi ist gar nicht weg, er lädt nur nach. Der Markt am Maybachufer wird in wenigen Monaten komplett neu aufgebaut. Größer, sauberer und vielleicht sogar mit Backstation. Der Discounter-Krieg in Kreuzkölln geht also weiter&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vorsicht Zukunftsaussichten</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 07:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werbepause]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es hier klingelt, ist es oft schon zu spät&#8230; Achtung, das ist eine Warnung: Wer aktuell keinen Job sucht, sollte sich in diesen Tagen vor dem Internet hüten. Tausende Stellenangebote haben sich in den Onlineportalen eingenistet. Sie locken mit bunten Wörtern (Account General Ledger) und wollen doch nur den schnellen Klick. Wer etwa leichtsinnig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogonade.de/sponsored-posts/" target="_self"><img class="alignnone size-full wp-image-1296" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/07/sponsored-post-4.gif" alt="" width="600" height="29" /></a><img class="size-full wp-image-1697 alignnone" title="Auch ohne Internet ist man vor der Zukunft nicht sicher (Foto: rybson/sxc.hu)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2012/01/telefonhoerer-sxc-rybson.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Wenn es hier klingelt, ist es oft schon zu spät&#8230;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Achtung, das ist eine Warnung: Wer aktuell <strong>keinen</strong> Job sucht, sollte sich in diesen Tagen vor dem Internet hüten. Tausende Stellenangebote haben sich in den Onlineportalen eingenistet. Sie locken mit bunten Wörtern (Account General Ledger) und wollen doch nur den schnellen Klick. Wer etwa leichtsinnig „<a href="http://www.joboter.de/jobs-berlin.html" target="_blank">Jobs Berlin</a>“ eingibt, dem ist schon nicht mehr zu helfen. Tausende Angebote überschwemmen den Bildschirm: Mitarbeiter für die Rechnungsverifizierung werden da gesucht und Projektmanager für die Seekabelverlegung (in Berlin!) und ein Spezialist für den Bereich Hochspannung. Da müsste man an Spannungsbögen wie diesen nicht immer so ewig basteln, wenn man Spezialist für Hochspannung wäre (haha!).</p>
<p style="text-align: justify;">Was war man früher leicht um die Jobs herumgekommen: Zeitung im Halbdunkel des Hausflures aufschlagen, Karriereteil herausnehmen und ab in die Altpapiertonne. Dann ab nach oben eh einem der nervige Nachbar von unten begegnet und wieder seine Ruhe haben. Heute muss man bei Tante Google nur einmal falsch abbiegen, schon kriegt man handfeste Zukunftsaussichten angedient. Und was das bedeutet, brauche ich wohl niemandem zu erklären: Bafoeg weg und Hartz4 sowieso. Rien ne va plus, nichts geht mehr!</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders perfide: Gibt man auf einem dieser Portale seine E-Mailadresse an, bekommt man jeden Morgen dutzende Stellenangebote in sein Postfach. Einfach so, gratis! Nur gut, dass die Arbeitsagentur die E-Mail als Kommunikationsmittel noch nicht entdeckt hat (es gibt zwar Mailadressen dort, aber die Antworten kommen immer per Post). Ich kenne jedenfalls niemanden, der über die Agentur schon mal einen Job gefunden hat. Und ihr? Es scheint fast als gäbe es wenigstens einen Zufluchtsort, wo man in diesen Tagen vor den Übergriffen der Jobs und den ganzen Zukunftsaussichten sicher ist. Die Kathedralen der Agentur der Arbeit. Gepriesen seien sie, oh Herr (m/w)!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Gerüchte über Irland</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Gerüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Irland und die Iren kursieren ja viele wilde Gerüchte. Ich war dort und habe fünf von ihnen vor Ort überprüft: 1. Die Iren sitzen den ganzen Tag nur im Pub Das stimmt nicht: Die meisten irischen Pubs machen ja erst mittags auf. Dafür sind aber um 15:30 Uhr auch schon gerammelt voll. Zu Live-Musik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1685" title="Straße mit Pubs in Dublin (Irland)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/dublin-irland.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Über Irland und die Iren kursieren ja viele wilde Gerüchte. Ich war dort und habe fünf von ihnen vor Ort überprüft:</p>
<h3 style="text-align: justify;">1. Die Iren sitzen den ganzen Tag nur im Pub</h3>
<p style="text-align: justify;">Das stimmt nicht: Die meisten irischen Pubs machen ja erst mittags auf. Dafür sind aber um 15:30 Uhr auch schon gerammelt voll. Zu Live-Musik und frisch gezapftem Guinness (Pint à  4,10 Euro) lassen es sich Touristen und Iren und irische Touristen in der Dubliner Innenstadt gut gehen. Der frühe Start der Festivitäten liegt an der Sperrstunde. Diese scheint zwar ausgesprochen flexibel zu sein (googelt mal „Sperrstunde in Irland“ – von 23:30 bis 1 Uhr nachts ist da alles dabei), aber die Stimmung kocht trotzdem meistens schon am frühen Abend richtig hoch. Die meisten Pubs sind ausgesprochen hell gestaltet, man könnte fast sagen familienfreundlich. Geraucht wird draußen, sehr angenehm!</p>
<h3>2. Irland steckt in einer tiefen Rezession</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1686" title="Regal mit Krisenliteratur in Dubliner Buchladen" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/krisenliteratur-irland.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es scheint zumindest so. Der Renner in irischen Buchläden ist zurzeit Wirtschaftskrisen-Literatur. Gleich neben dem Regal mit Büchern über Hitler und Nazi-Großväter haben sich diese Werke breit gemacht. Von der Ursachensuche (“How Ireland really went bust”, “Who really runs Ireland?”, „How the Courts have exposed the Rotten Heart of the Irish Economy”) über intime Einblicke (“The rise the fall of one man, one bank and one country”, “Inside the Bank that broke Ireland”) bis zu Krisenbewältigungsbüchern (“Beyond the Crash”, “Enough is Enough. How to Build a New Republic”) ist viel Lesestoff für die kalten Wintertage dabei. Und wenn mal die Heizung ausfällt, kann man die dicken Krisenwälzer sicher prima auch dafür verwenden (alternativ auch Nazi-Revival-Literatur).</p>
<h3>3. In Irland gibt es leckeres und günstiges Bier</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1687" title="Zwei Euro für ein Dosenbier: Guinness im Supermarkt" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/guinness-supermarkt.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Jein. Wer Schwarzbier mag, der kommt an Guinness in Irland natürlich nicht vorbei. Das kommt in praktisch jedem Pub frisch aus dem Hahn. Der Schaum des Bieres ist sehr feinporig, er ähnelt fast Milchschaum oder der Crema von einem guten Kaffee. Statt Milchbart also Bierbart! Die Krise mag Irland fest im Griff haben, auf die Bierpreise hat sich das bedauerlicherweise nicht ausgewirkt: Im Supermarkt werden 0,5-Liter-Dosen Guinness für 1,99 Euro schon als heißes Angebot gefeiert. Wer zum Viererpack greift, zahlt 7,99 Euro (was absurderweise sogar 3 Cent mehr sind). Der Unterschied zum gezapften Bier im Pub ist da gar nicht mehr so groß – was vielleicht auch die Popularität dieser Einrichtung erklärt.</p>
<h3>4. Die Iren stehen auf Verbote</h3>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-1688" title="Verbotsschild in Irland" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/verbotsschild-irland.jpg" alt="" width="200" height="267" />Ja, definitiv! An der Uferpromenade von Dun Laoghaire etwas außerhalb von Dublin waren nicht weniger als neun Verbote angeschlagen. Von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr abends ist es verboten, Tiere gleich welcher Art (ausgenommen Blindenhunde) auf der Strandpromenade spazieren zu führen. Das gilt aber nur von Juni bis September. Ferner ist der Konsum von Alkohol verboten. Wer Müll weg wirft zahlt zwischen 150 und 3000 Euro. Lässt man die Haufen der ohnehin verbotenen Hunde liegen, kostet das ebenfalls 150 Euro. Tauchen ist ebenso verboten wie Angeln. Aufpassen muss man vor den großen Wellen der Autofähre (kein Witz!) und vor verborgenen Felsen im Wasser (die man beim Tauchen vermutlich sehen würde). Hab ich noch was vergessen? Ach ja, es gibt keine Rettungsschwimmer am Strand. Vermutlich hat David Hasselhoff gerade Urlaub. Um es kurz zu machen: Irland wäre vermutlich das ideale Reiseland für den größten Fan von strengen Regeln, den ich kenne, <a href="http://www.blogonade.de/2011/03/mein-aerger-gunnar-schupelius-geht/">Gunnar Schupelius</a> von der <a href="http://www.bz-berlin.de/suche/Schupelius" target="_blank">BZ</a>. Das könnte mal eine sehr unterhaltsame Reisekolumne werden.</p>
<h3>5. Die Iren sind prüde</h3>
<p style="text-align: justify;">Das kann ich nur bestätigen! Abends waren wir mal in der Hotelsauna. Wer nun denkt, hier könnte man ganz ungestört skandinavisch nackt saunieren, liegt falsch. Die Iren gehen nur in Badebekleidung in die Sauna, lassen dafür aber das lästige Handtuch weg und schwitzen lieber so die Bank voll. Ein Wunder, dass sie überhaupt die Badekappe dabei abnehmen, denn die ist im ganzen Schwimmbadbereich eigentlich auch Pflicht. Geduscht wurde in nicht einsehbaren Duschkabinen mit Sichtschutztür – die Umkleide war dann aber absurderweise offen einsehbar. Kann sein, dass wir nur zufällig in der prüdesten Sauna von Irland gelandet sind, aber das fand ich schon alles ziemlich schräg und nun ja, irgendwie irisch!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Blog mit Käse überbacken</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Liegt es an meinen Schweizer Genen, dass ich beim Thema „Überbackener Käse“ innerlich gespalten bin? Klar, so ein Käse-Fondue ist schon lecker und auch ein Raclette ist eine schöne Sache. Aber muss man deshalb jedes Stückchen Käse, das man in die Finger bekommt reiben, rösten und zu einer klebrigen Masse einschmelzen? Die junge Amerikanerin MacKenzie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1661" title="Grilled Cheese Blog: Sandwich mit dem Bügeleisen geröstet" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/sandwich-mit-buegeleisen.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Liegt es an meinen Schweizer Genen, dass ich beim Thema „Überbackener Käse“ innerlich gespalten bin? Klar, so ein Käse-Fondue ist schon lecker und auch ein Raclette ist eine schöne Sache. Aber muss man deshalb jedes Stückchen Käse, das man in die Finger bekommt reiben, rösten und zu einer klebrigen Masse einschmelzen?</p>
<p style="text-align: justify;">Die junge Amerikanerin MacKenzie Smith scheint genau das zu tun &#8211; und sie bloggt darüber: <a href="http://www.grilledcheesesocial.com/" target="_blank">Grilled Cheese Social</a> heißt die Seite, auf der sie Rezepte für überbackene Sandwiches gibt. Ja genau, diese Dinger für die man normalerweise ein Stück 0815-Scheibletten-Käse zwischen zwei Toastbrot-Scheiben klemmt und sie dann im Sandwichtoaster zu einem dreieckigen Gebildete zusammenröstet.</p>
<p style="text-align: justify;">Zugegeben, die Fotos ihrer Kreationen (Cranberry-Senf-Truthahnbrust, Grüne-Bohnen-Camembert) sind durchaus appetitanregend. Aber spätestens bei der Käseauswahl merkt man schnell, dass die USA einfach kein Käseland sind: Hinter Gouda, Cheddar und Brie kommt erst mal nicht viel. Und ein Greyerzer gilt schon als seltene Spezialität. Ein Schweizer kann darüber natürlich nur lachen. Andererseits, wage ich als Schmelzkäse-Laie zu behaupten, schmeckt man ohnehin kaum noch Geschmacksnuancen heraus, wenn der Käse erst mal in klebrigen Fäden am Toastbrot hängt und eine unheilvolle Allianz mit Chili-Ketchup und geröstetem Speck eingegangen ist&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Witzig geschrieben sind die Begleittexte zu den Rezepten. MacKenzie Smith erzählt dort kleine Anekdoten, etwa aus ihrem Uni-Leben: In den ersten Wochen im Wohnheim habe sie sich vor allem von Cornflakes, Erdnuss-Butter und Jelly-Sandwiches ernährt. Da habe ihr aber schnell die Abwechslung gefehlt: „But my palette <em>and</em> reputation were suffering; one can only go through the TacoBell drive-thru so much before they start to know you by name.”</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, schon wirklich tragisch! Aber erfindungsreich wie sie war, hat sie sich gleich eine kulinarische Alternative überlegt, die völlig ohne lästiges Gemüse auskommt und für deren Herstellung man nur ein Bügeleisen und etwas Alufolie benötigt: <a href="http://www.grilledcheesesocial.com/2011/08/1-dormmate.html" target="_blank">Grilled Cheese Iron Style</a> &#8211; das vermutlich erste Bügeleisen-Sandwich. Allein schon wegen dieser heißen Kreation sollte man sich ihr Grilled Cheese Social-Blog einmal näher anschauen.</p>
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