Der neue Tapeten-Trend ist da

Soßenflecken? Missglücktes Graffito? Poco Domäne – Der Superwohnmarkt empfiehlt diese Tapete fürs Kinderzimmer

Normalerweise werfe ich die Prospekte von den diversen Möbelhäusern, die jede Woche in unserem Briefkasten landen, gleich in den Müll. Ich habe im Moment nicht vor, mir neue Möbel zu kaufen und wenn ich es vor hätte, dann würde ich vermutlich nicht in einen der Möbelmärkte fahren, die mit ramschigen Kunstledersofas und häßlichen Schrankwänden werben. Schrecklich schon allein die Vorstellung, dass es in vielen deutschen Wohnzimmern vermutlich wirklich so aussieht, wie in einem dieser trashigen Möbelhausprospekte.

Ich war also gerade schon bei der Prozedur des Möbelhausprospekt-Wegwerfens, als ich auf der Rückseite doch an einem Angebot hängen blieb. Eine „Jugendzimmertapete“ wurde mir da angeboten, und was für eine: Auf den ersten Blick habe ich die diversen braunen und orangenen Schlieren auf der Abbildung ja für Soßenflecken gehalten. Prima, dachte ich, wenn die Jüngsten dann mal mit Spaghetti Bolognese um sich werfen, dann sieht man es hinterher gar nicht an der Tapete. Die zweite Assoziation war besser: Es handelt sich bei den Linien auf der Abbildung offensichtlich um ein ziemlich missglücktes Graffiti – mit Farben, die vermutlich kein jugendlicher Sprayer je verwenden würde. Zumindest haben sich pissgelbe, mausgraue, soßenbraune Graffiti in unserer Gegend noch nicht so durchgesetzt.

Und jetzt soll so eine Tapete hunderte Jugendzimmer schmücken? Ja, so sieht es wohl leider wirklich aus. Heute kam ein neuer Prospekt: Ohne Jugendzimmertapete. Vermutlich alle ausverkauft.