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	<title>Blogonade &#187; Presse</title>
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	<description>Berlin Blog</description>
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		<title>Werbung an Bord</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 04:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da liege ich doch gestern nach Feierabend noch im Treptower Park am Ufer und schaue aufs Wasser. Plötzlich schiebt sich eine Werbewand ins Bild. Was ist denn nun los? Das Wirtschaftsmagazin brand eins hat sich ein kleines Motorboot gemietet, es mit Werbetafel für das neue Heft ausgestattet und lässt es nun von zwei Studenten (Vermutung) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1404" title="Brand Eins - Werbung auf Boot" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/08/brand-eins-werbung-auf-boot.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Da liege ich doch gestern nach Feierabend noch im Treptower Park am Ufer und schaue aufs Wasser. Plötzlich schiebt sich eine Werbewand ins Bild. Was ist denn nun los? Das Wirtschaftsmagazin brand eins hat sich ein kleines Motorboot gemietet, es mit Werbetafel für <a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/heimliche-helden.html" target="_blank">das neue Heft</a> ausgestattet und lässt es nun von zwei Studenten (Vermutung) das Spreeufer entlangfahren. Eine sehr coole Werbeidee, wie ich finde, die noch dazu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bleibt nur zu hoffen, dass jetzt nicht alle Firmen auf den Zug äh das Boot aufspringen. Sonst fährt bald eine Reklametafel nach der anderen am Treptower Ufer vorbei &#8211; und man sieht nur Werbung statt Wasser.</p>
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		<title>Die dünnsten Geschichten der Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern in der GMX-Redaktion: Chef vom Dienst: „Wir brauchen noch eine Geschichte für den Aufmacher! Irgendwelche Ideen?“ Redakteur (kramt in Unterlagen):„Strauß-Kahn?“ Chef vom Dienst: „Hatten wir schon x mal, das klickt nicht mehr.“ Redakteur: „Griechenland-Krise?“ Chef vom Dienst: „Verstehen unsere Leser eh nicht. Das muss simpel sein!“ Redakteur: „Wie wäre mit einer Klickstrecke?´“ Chef vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1307" title="Die schmalsten Häuser der Welt (Screenshot von gmx.de)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/07/schmalste-haeuser.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p><em>Gestern in der GMX-Redaktion:</em></p>
<p><strong>Chef vom Dienst:</strong> „Wir brauchen noch eine Geschichte für den Aufmacher! Irgendwelche Ideen?“<br />
<strong>Redakteur</strong> (kramt in Unterlagen):„Strauß-Kahn?“<br />
<strong>Chef vom Dienst:</strong> „Hatten wir schon x mal, das klickt nicht mehr.“<br />
<strong>Redakteur: </strong>„Griechenland-Krise?“<br />
<strong>Chef vom Dienst:</strong> „Verstehen unsere Leser eh nicht. Das muss simpel sein!“<br />
<strong>Redakteur: </strong>„Wie wäre mit einer Klickstrecke?´“<br />
<strong>Chef vom Dienst:</strong> „Schon besser…aber zu welchem Thema denn?“<br />
<strong>Redakteur</strong> (grübelnd): „Hm…Tierbabys hatten wir schon…Bikinimädels auch. Aber wie wäre es mit: Die schmalsten Häuser der Welt“<br />
<strong>Chef vom Dienst</strong> (stirnrunzelnd): „Kriegen wir da mehr als fünf Fotos zusammen?“<br />
<strong>Redakteur</strong> (klickt sich schon durch die Datenbank): „Aber klar doch. Da gibt es eins in einem Kaff bei London und hier Entwürfe für ein 1,52 Meter Haus in Polen…oder dieses hier: Ein dreieckiges Haus irgendwo in China.“<br />
<strong>Chef vom Dienst:</strong> „Dann los! In einer halben Stunde will ich das Ding auf der Startseite sehen! Bin mal gespannt ob wir damit den bisherigen Favoriten „20 süße Hundewelpen“ vom Klick-Thron kegeln.“ (lacht in sich hinein)</p>
<p>So kam es vermutlich, dass GMX.de am 6. Juli mit dem Artikel <a href="http://www.gmx.net/goto/13181528.html" target="_blank">&#8220;Die schmalsten Häuser der Welt&#8221;</a> aufmachte.</p>
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		<title>Goodbye Gunnar! Noch mehr Schupelius</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/03/goodbye-gunnar-noch-mehr-schupelius/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 21:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Schupelius und 13 Playmates: So präsentiert die BZ die &#8220;Mein-Ärger&#8221;-Videos Letzte Woche haben wir unseren ersten vorläufigen Abschiedsartikel für Gunnar Schupelius online gestellt &#8211; und wurden damit sogar im BILDblog erwähnt. Und jetzt ist es tatsächlich schon soweit: Am Freitag verabschiedete sich der BZ-Journalist von seinen Lesern in einer letzten Mein-Ärger-Kolumne. Milde gibt sich Gunnar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bz-berlin.de/medien-archiv/?type=video&amp;ampsID=-1" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1126" title="Schupelius-Videos auf bz-online.de" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-bz-online.jpg" alt="" width="600" height="375" /></a><br />
<em>Schupelius und 13 Playmates: So präsentiert die BZ die &#8220;Mein-Ärger&#8221;-Videos</em></p>
<p style="text-align: justify;">Letzte Woche haben wir unseren ersten vorläufigen <a href="http://www.blogonade.de/2011/03/mein-aerger-gunnar-schupelius-geht/" target="_self">Abschiedsartikel</a> für Gunnar Schupelius online gestellt &#8211; und wurden damit sogar <a href="http://www.bildblog.de/28386/gunnar-schupelius-muetter-lady-di/" target="_blank">im BILDblog erwähnt</a>. Und jetzt ist es tatsächlich schon soweit: Am Freitag verabschiedete sich der BZ-Journalist von seinen Lesern in einer<a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/mein-letzter-aerger-article1132056.html" target="_blank"> letzten Mein-Ärger-Kolumne</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Milde gibt sich Gunnar Schupelius zum Abschied, der große Ärger scheint verraucht. Genüsslich schwelgt er stattdessen in Erinnerungen (z.B.  an rund 40 Kolumnen, die er gegen den Bürgermeister geschrieben habe. Wowereit daraufhin: &#8220;Sie wissen, dass Sie niemals ein Interview von mir bekommen?&#8221;, Schupelius darauf kess: &#8220;Ja, aber wussten Sie, dass ich gar keins haben will?&#8221;). Und er spart nicht mit Verweisen auf seine Erfolge: Eine Schutzscheibe zum Schutz vor Übergriffen in BVG-Bussen sei nur dank ihm eingeführt worden, ohne ihn hätte es auch keinen gläsernen Warteunterstand für Botschaftspolizisten gegeben. Fast schon obligatorisch der Dank an die Leser, die ihn mit Briefen und Postkarten immer unterstützt hätten und ihm sicher viele Ärgerthemen überhaupt erst zugeschickt haben.</p>
<p style="text-align: justify;">1331 Kolumnen hat er geschrieben, sagt Schupelius in seinem Abschiedsvideo – er lächelt stolz. Dann eine Kunstpause. Als er die Zahl noch mal nennt, kommt er ins Stocken. Er muss die Zahl noch mal nennen, jetzt lacht er fast. Was für eine Wahnsinnszahl! Drei Jahre Ärger über Sprayer und Taxifahrer, über Gewalttäter und Leute, die aus der Flasche trinken, über Wowereit und über die CDU und natürlich vor allem über die Linken und die Grünen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seinen Zorn habe er nicht aus Abneigung auf die Stadt niedergehen lassen – nein, aus Liebe! Und das nimmt man ihm fast ab. Natürlich liebt er nicht ganz Berlin, den Westen etwas mehr als den Osten und die Konservativen mehr als die Linken – klar, aber immerhin.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich so öffentlich ärgert, kriegt nicht nur Zustimmung. Schenkt man Schupelius Glauben, dann schlägt einem so manches Mal sogar blanker Hass entgegen. „Ich bekam unangenehme Post von Linksradikalen und Graffiti-Schmierern. Damit musste ich leben.“ Kein Wort der Selbstkritik, Schupelius ist immer noch überzeugt von dem was er getan hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Gunnar Schupelius verliert die BZ einen ihrer pointiertesten Kommentatoren. Man könnte auch sagen ihren einzigen. Schupelius polarisierte, vertrat abwegige Standpunkte und kämpfte einen aussichtslosen Kampf gegen den Verfall der Hauptstadt.</p>
<p style="text-align: justify;">Liest man seine Kolumnen merkt man schnell: Schupelius fühlt sich unwohl in einer Welt ohne Regeln. Ohne Vorschriften funktioniert das menschliche Zusammenleben in seinen Augen nicht. Linksextreme, Migranten, Grüne sind ihm suspekt, ja unheimlich. Berlin als Stadt ohne Regeln, es ist das große Thema, dass sich durch alle Kolumnen von Schupelius zieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz zum Schluss seines Abschiedstextes wünscht er – und das klingt etwas hochgegriffen – seinen Lesern „Gottes Segen“ und prophezeit, dass man sich in „goldenen Zeiten“, vielleicht unter einer „besseren Regierung“ wiedersehen werde. Dann ist er weg.</p>
<h2 style="text-align: left;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</h2>
<h2 style="text-align: left;">Die drei absurdesten Mein-Ärger-Kolumnen:</h2>
<p style="text-align: justify;">Weil es so schön ist, zeigen wir zum Abschied noch einmal die schönsten Stücke von Schupelius. Im letzten Artikel haben wir <a href="http://www.blogonade.de/2011/03/mein-aerger-gunnar-schupelius-geht/" target="_blank">die sechs lustigsten Videos</a> gezeigt, jetzt legen wir noch drei Mal richtig absurden &#8220;Ärger&#8221; oben drauf:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>1. Wen meinen wir, wenn wir von Migranten sprechen?<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article1009679.ece?service=media&amp;width=448&amp;height=420&amp;modal=true&amp;activevid=1&amp;prefix=" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1105" title="Schupelius zum Begriff des Migranten" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-migranten.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schupelius fragt sich: „Warum nennen wir Kinder, die in Berlin geboren sind, eigentlich ‚Migranten‘ “? Und kombiniert blitzgescheit: „Migrant heißt ‚Wanderer‘“. Doch diese Kinder sind keine Wanderer. Deshalb sei der Begriff falsch. Tja, schön dass die BZ es auch mal merkt – alle anderen verwenden schon längst das Wort „Migrationshintergrund“.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Patzer leitet Schupelius ungeschickt auf Muslime über: 90 Prozent der Muslime würden sich als religiös bezeichnen. Das ist Schupelius nicht geheuer. Er weist auf religiöse Unrechtsregime hin – wollen die Muslime in Berlin das etwa auch? Er räumt ein: „Ich weiß es nicht, es würde mich aber interessieren“. Zum Schluß gibt er sich weltläufig: „Von mir aus können alle Menschen in Berlin leben, […] unter einer Bedingung, dass sie unsere Gesetze anerkennen, allen voran unser Grundgesetz.“ Das hat gesessen: Mal wieder um Kopf und Kragen gequasselt.<strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<h3 style="text-align: justify;"><strong>2. Die Straße vor dem Kanzleramt</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article357052.ece?service=media&amp;width=448&amp;height=420&amp;modal=true&amp;activevid=1&amp;prefix=" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1106" title="Gunnar Schupelius muss Slalom fahren" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/strasse-kanzleramt.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der gerechte Zorn des Gunnar Schupelius kann jeden treffen. Niemand ist sicher: Nicht die CDU, nicht das KaDeWe und nein, nicht einmal die Straße vor dem Kanzleramt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das wird jetzt etwas ermüdend, aber die ganze kafkaeske Auto-Odyssee von Schupelius wird nur im Wortlaut wirklich deutlich: „Wenn ich am Kanzleramt vorbei nach Moabit fahren will, muss ich Slalom fahren. Denn die Willy Brandt Straße direkt vor Frau Merkels Dienstsitz ist gesperrt. Also muss ich scharf rechts in die Paul-Löbe-Allee einbiegen, dann links in eine namenlose Teerpiste, dann noch einmal links in die Otto-von-Bismarck-Allee und wieder rechts in die Willy-Brandt-Straße.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen wäre wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, dass sie dreimal abgebogen sind. Schupelius aber hat aufgepasst. Gleich nach der Rückkehr in die Redaktion recherchiert er, warum die Straße vor dem Kanzleramt gesperrt ist. „Im Paul-Löbe-Haus haben Bundestagsabgeordnete ihre Büros. Sie sagten, der Verkehr vor ihrer Haustür würde sie stören und sei zu laut.“ Schupelius kann es kaum fassen, Sicherheitsbedenken der Kanzlerin, die kann er akzeptieren. Aber das Bundestagsabgeordnete eine Straße dicht machen, das geht nicht. Das ist frech. Sie müssten den Verkehrslärm aushalten, schließlich sei man nicht im „Sanatorium“! Um seinen Punkt zu unterstreichen, greift Schupelius noch mal weit in die CDU-Geschichte zurück und behauptet: Konrad Adenauer, nach dem diese Straße benannt ist, hätte das bestimmt nicht gewollt. Wir bezweifeln, dass es Adenauer überhaupt interessiert hätte.<strong> </strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>3. Aufhebung des Sargzwangs für Muslime</strong></h3>
<p><strong><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article753836.ece?service=media&amp;width=448&amp;height=420&amp;modal=true&amp;activevid=1&amp;prefix=" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1107" title="Schupelius zum Sargzwang bei Christen und Muslimen" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/sargzwang-muslime.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sollte der Sargzwang für Muslime aufgehoben werden? Wer hat sich das nicht immer schon mal gefragt? Schupelius referiert gekonnt die Tücken des deutschen Bestattungswesens und kommt dann auf den Punkt: Wenn Aufhebung, dann nur wenn Christen auch sarglos unter die Erde kommen dürfen. Weil in Berlin ohnehin kaum noch jemand an Gott glaube, sei das keine so schlechte Sache, wie vielleicht zunächst angenommen. Den Vorwurf, Muslime würden durch den Sargzwang diskriminiert, lässt Schupelius nicht gelten: &#8220;Im übrigen werden solche Themen auch meist von kleinen Interessengruppen vorgetragen, von muslimischen Kleingruppen, die nur winzige Teile der muslimischen Bevölkerung repräsentieren&#8221;.  Bevor er es sich mit allen Religionen verscherzt, leitet Schupelius schnell auf ein anderes Problemthema um: Burkinis im Schwimmbad. Geschickt, geschickt! Kleine Zusatzaufgabe: Zählt mal mit, wie oft Schupelius im Podcast das Wort &#8220;Sargzwang&#8221; verwendet.</p>
<p style="text-align: justify;">von <a href="http://www.laurencethio.de" target="_blank">Laurence Thio</a> und Lukas Bischofberger</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Das ging schnell. Die BZ hat die Mein-Ärger-Kolumne komplett von ihrer Online-Seite genommen und wirbt <a href="http://www.bz-online.de" target="_blank">an der Stelle</a> nun für ihre frischgebackene Facebook-Fanseite. Wir wollen hoffen, dass das nicht der einzige Ersatz für Schupelius wird&#8230;</p>
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		<title>Mein Ärger: Gunnar Schupelius geht</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 23:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch der größte Ärger geht irgendwann vorbei:  Der Journalist Gunnar Schupelius wechselt zum 1. April von der Boulevardzeitung BZ ins Hauptstadtbüro des Focus. Damit endet wohl auch seine BZ-Meckerkolumne „Mein Ärger. Der gerechte Zorn des Gunnar Schupelius“. Das finden wir sehr schade. Was Franz-Josef Wagner für die BILD ist, war Schupelius für die BZ. Wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1073" title="Ärgert er sich beim Focus weiter? Gunnar Schupelius (Foto: Hubert Burda Media)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/gunnar-schupelius-portraet.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auch der größte Ärger geht irgendwann vorbei:  Der Journalist Gunnar Schupelius wechselt zum 1. April von der <a href="http://www.bz-berlin.de" target="_blank">Boulevardzeitung BZ</a> ins <a href="http://www.hubert-burda-media.de/presse/mitteilungen/gunnar_schupelius_uebernimmt_leitung_des_focus_hauptstadtbueros__5671" target="_blank">Hauptstadtbüro des Focus</a>. Damit endet wohl auch seine BZ-Meckerkolumne „Mein Ärger. Der gerechte Zorn des Gunnar Schupelius“. Das finden wir sehr schade.</p>
<p style="text-align: justify;">Was Franz-Josef Wagner für die BILD ist, war Schupelius für die BZ. Wo Wagner große moralische Themen diskutiert und und steile Thesen wagt, ärgert sich Schupelius über Graffiti <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article667180.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank">auf seinem U-Bahnhof</a> oder die <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article367934.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank">teuren Eintrittspreise im Fernsehturm</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders gerne schimpft Schupelius dabei über Linksradikale, gewalttätige Teenager und Migranten. Eben die Gruppen, die seine Leser auch nicht gerne mögen. Seine konservativen Standpunkte machen sich gut in jeder Eckkneipe.</p>
<p style="text-align: justify;">Was sich in der gedruckten Zeitung wie kleinbürgerliche Entrüstung liest, wird in der Videokolumne erst zum launigen Spektakel. Schupelius posiert mal hinter seinem Schreibtisch, mal im Großraumbüro der BZ und liest seine Kolumne ab. Um es klar zu sagen: Schupelius ist kein besonders guter Vorleser. Er ist grottenschlecht. Er verhaspelt sich in seinem verschachtelten Satzbau. Er verliert sich in Nebenschauplätzen. Nicht immer steht am Ende eine Pointe. Manchmal wussten wir hinterher nicht einmal, worüber Schupelius sich eigentlich geärgert hat. Das ist man vom Berliner Boulevard anders gewöhnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch technisch wirkt die Videokolumne eher hausbacken: Mal ist das Bild farbstichig, dann ist Schupelius unscharf oder man versteht ihn schlecht, weil seine Kollegen im Hintergrund lautstark quatschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Über die Jahre sind Schupelius allen Widrigkeiten zum Trotz einige komödiantische Highlights geglückt. Wir blicken wehmütig zurück.</p>
<h2>Die sechs lustigsten Mein-Ärger-Kolumnen:</h2>
<h3>1. Im Supermarkt fahren wir uns ständig an den Wagen</h3>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article820434.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1061" title="Gunnar Schupelius vermisst Verkehrsregeln im Supermarkt" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-supermarkt-regeln.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Stimmung in den Berliner Supermärkten ist „angespannt“, ja „leicht aggressiv“. Ständig krachen Einkaufswagen ineinander („auf dem Weg von der Eingangstür bis zur Kasse mindestens 20-mal“). Wichtigster Grund: Beim Einkaufen gibt es zu wenig Regeln! Und Schupelius wäre nicht Schupelius, wenn er nicht schon ein paar Ideen hätte: Parkverbot vor dem Kühlregal, Wartebereich vor dem Fleischer, kleine Rastplätze wo man in Ruhe seinen Einkaufszettel lesen kann und natürlich ein Tempolimit gegen Raser. Vor der Kasse dürfte es nur eine Schlange geben, sonst „kommt es zu fürchterlichen Kämpfen“. Wer es bis jetzt noch nicht wusste: Einkaufen ist Krieg. Und Besserung keineswegs in Sicht: „Früher hat es vielleicht Höflichkeitsformen gegeben. Da hat man sich vielleicht lächelnd den Weg freigemacht.“, erinnert sich Schupelius und schiebt nach: „Aber das ist lange her.“</p>
<h3>2. Von Autonomen vertrieben</h3>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article442282.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1064" title="Gunnar Schupelius ärgert sich über linke Autonome" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-vertrieben-von-linken.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schupelius hat Feindkontakt! Bei einem Gespräch mit Innensenator Erhard Körting nähern sich den beiden plötzlich junge Frauen und Männer. Sie trugen schwarze Lederjacken, die  „Uniform der Autonomen“. Körting springt auf und rennt zu seinem „rettenden Dienstwagen“. Schupelius selbst bleibt zurück („das war sehr ungemütlich“). Er schluckt dramatisch. Wenn man genau hinschaut scheint er derangierter als sonst. Der Hemdkragen schief, der Fokus der Kamera fürchterlich unscharf. Dann der Zorn: „Kann es eigentlich sein, dass ein zusammengelaufener Haufen von Krawallbrüder darüber entscheidet, ob wir uns mit einem Politiker von der SPD in einem Lokal in Friedrichshain treffen?“ Das ist natürlich eine ziemlich konkrete und lange Frage. Er spitzt noch mal zu: „Ist es so, dass bestimmte Leute in diesem Bezirk die Straße beherrschen?“  Jetzt wären natürlich radikale Forderungen angebracht, Schupelius aber sagt: „Das hinterließ bei mir ein sehr unangenehmes Gefühl“. Trotzdem eine der actionreichsten Folgen.</p>
<h3>3. Wie viele Waggons werden pro Tag repariert? Darauf gibt mir die S-Bahn keine Antwort!</h3>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article590009.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1066" title="Gunnar Schupelius: Ärger mit der S-Bahn" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-s-bahn-aerger.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Berliner S-Bahn platzt Schupelius der Kragen: Es fahren fast keine Züge mehr, 24 Bahnhöfe sind komplett zu und die Straßen der Stadt so voll sind wie nie zuvor. „Die Verzweiflung wächst“, sagt Schupelius und legt die Stirn in Sorgenfalten. Und dann gibt sich auch noch der Pressesprecher der Bahn wortkarg: „Wie viele Waggons werden pro Tag repariert?“, fragt Schupelius um 10 Uhr und erhält um 16 Uhr die Antwort „weiß ich nicht“. Und auch auf diverse andere Fragen erhält er keine Antwort. Wenn das stimmt, wirft es natürlich kein gutes Bild auf die Presseabteilung der S-Bahn. „Mit Verlaub so geht es nicht. So lass ich nicht mit mir umgehen!“, donnert Schupelius und lobt Vorstöße einer grünen Abgeordneten, die Sache gerichtlich klären zu lassen. Starkes Stück!</p>
<h3>4. Warum trinken jetzt alle aus der Flasche?</h3>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article505864.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1067" title="Gunnar Schupelius ärgert sich über Flaschentrinker" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-flaschentrinker.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Folge ärgert sich Schupelius über Menschen, die aus Flaschen trinken. Das ist erst mal ein ziemliches Sommerlochthema – sowas kann man sich wahrscheinlich nur als Chefreporter der BZ leisten. Hört man ihm länger zu, dann stößt man schnell auf den Kern all seiner Kolumnen: Schupelius sehnt sich nach Ordnung – alles, auch die Banalitäten des Alltags müssen bei ihm geregelt werden: Ganz sicher ist er sich mit seinem Ordnungszwang aber nicht, deshalb fragt er: „Ist es übertrieben wenn ich sage, dass es mich stört, wenn jemand neben mir gekonnt aus der Flasche trinkt?“ Danach räumt Schupelius zwar ein, Wasser sei wichtig, aber man brauche es nicht immer überall und Cola solle man nicht „beim Laufen saufen“. Schupelius appelliert an „die jüngere Generation“, die sich offenbar nicht mehr an die „bürgerlichen Regeln des Trinkens“ erinnert. Und überhaupt: Aus einem Becher oder einer Tasse zu trinken, dass sehe doch viel eleganter aus.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h3>5. Der Kinospot der Linkspartei</h3>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article467384.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1071" title="Gunnar Schupelius empört sich über Kinospot der Linkspartei" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-linkspartei.jpg" alt="" width="600" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schupelius ist „zutiefst beunruhigt“ über den Kinospot der Linkspartei zur Europawahl. Hastig referiert er den Inhalt: Eine Villa bei Nacht, schöne Gründerzeitmöbel sind zu sehen, auf dem Tisch eine Rolexuhr und eine halb geleerte Champagnerflasche. Plötzlich knallt es, man hört Scherben fallen. Ein großer Pflasterstein fliegt auf einen Schreibtisch aus Eichenholz. Der Text dazu: „So besser nicht. Lieber so: Am 7. Juni: Die Linke“. Diese Szene macht den Spot „absolut unerträglich“ für Schupelius. Für ihn verbirgt sich dahinter mehr als eine Sachbeschädigung: „Einen Stein aus dem Hinterhalt durch ein Fenster auf einen Schreibtisch zu schleudern, das ist mehr als ein Angriff auf fremdes Eigentum, das ist ein Mordanschlag auf den, der vielleicht an dem Schreibtisch sitzen könnte.“ Schockiert fügt er hinzu: „Wer dazu sagt: So besser nicht, der kann nicht ganz klar im Kopf sein.“ Das ist nicht gerade logisch, aber unterhaltsamer als der Spot selbst.</p>
<h3>6. Randalierende Teenager</h3>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/article383857.ece?width=448&amp;height=430&amp;modal=true&amp;service=media" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1072" title="Gunnar Schupelius ärgert sich über die verwahrloste Jugend" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/03/schupelius-randalierende-teenager-2.jpg" alt="" width="600" height="451" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schupelius schildert eine zerstörerische Odyssee: 40 Jugendliche versammelten sich  erst grölend am U-Bahnhof Tegel, fuhren dann mit dem Bus nach Hermsdorf, beschmierten ihn dort und zertraten anschließend Laternen, Werbetafeln und Schaufenster. Dann fuhren die Vandalen mit der S-Bahn nach Frohnau, um dort „ihr Werk fortzusetzen“. Ja, was soll man in Hermsdorf und Frohnau auch schon viel anderes machen. Doch Schupelius ist schockiert: Die Jugendlichen „kamen aus guten Elternhäusern“. Er legt nach: „Diesen Kindern geht es besser als allen anderen Kinder vor ihnen in der Weltgeschichte“  und dennoch würden sie jeden Freitag  „aggressiv, gewaltätig, randalierend“ losziehen. Schupelius kennt den Grund: Kindern würden keine Grenzen mehr gesetzt. Kulturpessimistisch ergänzt er, schon 10-Jährige würden heute Pornos im Internet schauen, während sich  13-Jährige dem flaschenweisen Wodkasaufen verschrieben hätten. Da ist die Karriere als Randalierer natürlich klar vorgezeichnet. Im Kern geht es erneut um das Lieblingsthema von Gunnar Schupelius: Ordnung, Regeln und Verbote.</p>
<p>von <a href="http://www.laurencethio.de" target="_blank">Laurence Thio</a> und Lukas Bischofberger</p>
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		<title>Dein Bahnhof &#8211; Das Magazin aus Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 12:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im hinteren Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Mobil]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich persönlich habe ja kein besonders inniges Verhältnis zu meinem Bahnhof. Ich fahre hin, kaufe eine Fahrkarte und steige in den Zug. Ab und zu ärgere ich mich auch noch über eine Verspätung, aber das war es dann auch schon in Sachen Bahnhof. Woran ich beim Bahnhof nicht denke, ist das Thema Einkaufen. Genau das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-845" title="Dein Bahnhof - Das Magazin der Einkaufsbahnhöfe in Berlin (Collage: Dein Bahnhof &amp; photocase.com)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/12/dein-bahnhof-berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich persönlich habe ja kein besonders inniges Verhältnis zu meinem Bahnhof. Ich fahre hin, kaufe eine Fahrkarte und steige in den Zug. Ab und zu ärgere ich mich auch noch über eine Verspätung, aber das war es dann auch schon in Sachen Bahnhof. Woran ich beim Bahnhof nicht denke, ist das Thema Einkaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau das möchte die Bahn gerne ändern: „Dein Bahnhof &#8211; Das Magazin der Berliner Bahnhöfe“ heißt ein <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.berliner-bahnhoefe.de/pic-zeitung/3-1.pdf" target="_blank">kostenloses Kundenheft</a></span>. Vom Cover haucht einen eine junge Frau verheißungsvoll an (Ein Hinweis auf die Temperaturen in den meisten Bahnhöfen?) und im Editorial heißt es: „Die Berliner Einkaufsbahnhöfe stellen hier einmal im Quartal die vielfältigen Angebote in und um den Bahnhof vor – wie z.B. spannende Veranstaltungen oder die attraktiven Angebote aus den Bereichen Gastronomie und Einzelhandel in den Bahnhöfen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Es geht also um‘s Verkaufen, die Fahrgäste sollen Geld ausgeben beim Warten auf den Zug. Und die Bahn hat sich einiges einfallen lassen, um ihre Berliner Bahnhöfe in der Vorweihnachtszeit zu wahren Shopping-Magneten zu machen. O-Ton Editorial: „In Ihren Berliner Einkaufsbahnhöfen ist auch im Winter eine Menge los: Dazu zählen Pianoklänge im Bahnhof Zoo und ein Weihnachtsbaum der ganz besonderen Art im Berliner Hauptbahnhof.“</p>
<p style="text-align: justify;">Ist ja der Wahnsinn: Im Bahnhof Zoo tanzen Penner zu Klaviergeklimper vom Band im Takt und im Hauptbahnhof steht ein kitschig glitzernder Tannenbaum. Da ist schon wirklich eine Menge los. Muss ich mir glatt überlegen, ob ich so viel Erlebnis an einem Tag überhaupt verkraften kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-847" title="Bahnhofsbäcker in Berlin (Ausschnitt aus Magazin)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/12/baeckerei-bahnhof-berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Aber „Dein Bahnhof“ hat noch mehr Themen: So werden etwa verschiedene Bahnhofsbäcker vorgestellt. Die „verwöhnen“ ihre Kunden zurzeit mit „Baumkuchen oder Weihnachtsstollen“. Wobei es mit dem Verwöhnen nicht weit her ist, denn es handelt sich um die üblichen Aufbackstuben, die sich mittlerweile an jeder größeren Straßenkreuzung breit gemacht haben. Auf dem einen Foto sieht man sogar den Elektroofen im Hintergrund, mit dem die vorgeformten Teigrohlinge in Brötchen und Brot verwandelt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch wird das Magazin nicht müde, auch hier die Vorzüge zu betonen: „BackWerk im Bahnhof Zoo bietet dem eiligen Kunden einen besonderen Service. Dort dürfen sich alle, ob Naschkatzen mit einem Faible für Süßes oder Freunde deftiger Backkunst, im Backshop selber bedienen.“ Was für ein Service: Statt Bedienung an der Theke muss ich mir die zuckrigen Mohnschnecken selbst auf&#8217;s Tablett legen und an die Kasse bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter geht es mit Berichten über die Bahnhofsapotheken („Bei Apotheker Michael Marquardt reicht der Service sogar bis zur Kosmetik-Beratung“), über Änderungsschneidereien und Uhrenläden („Dienstbare Geister“) und wertvollen Tipps für weihnachtliche Getränke („Ein guter Glühwein [...] wird heiß getrunken“).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-849" title="Flüchtige Begegnungen - Erfahrungen mit der Bahn (Ausriss aus Magazin)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/12/fluechtige-begegnungen-bahn.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auf Seite 22 erzählt die Rubrik „Flüchtige Begegnungen“ kuriose und witzige Geschichten aus den Berliner Bahnhöfen. Die Leser sind aufgefordert eigene Erlebnisse einzusenden. Und die verraten mehr über die Servicekultur bei der Deutschen Bahn, als dem Unternehmen eigentlich lieb sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">So schreibt etwa Herr Hinze aus Berlin-Mitte: „Ich fuhr mit dem Nachtzug nach Freiburg. Leider alleine, da ein Freund kurzfristig abgesagt hatte. So hatte ich zwei Fahrkarten. Als der Schaffner kontrollierte, hatte eine junge Koreanerin Probleme. Sie hatte zwar ihre Tickets dabei, nicht aber die dazugehörige Visa-Card zur Bestätigung. Ich hörte dies, ging hin und fragte, ob es auch in Ordnung sei, wenn sie meine freie Karte in Anspruch nähme. Es war möglich. Die Mitfahrer bedankten sich und sagten: &#8216;Wir dachten, Hilfsbereitschaft gebe es nicht mehr.&#8217;“</p>
<p style="text-align: justify;">Was lese ich als Kunde da raus: Die Bahn beharrt auf ihren engstirnigen Bestimmungen. Von Kulanz beim Zugbegleiter keine Spur. Die Situation löst sich nur dadurch auf, dass ein fremder Fahrgast doppelt bezahlt. Ungünstiger kann Eigen-PR nicht aussehen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Dein Bahnhof“ ist mutig, dass es solche Geschichten aus der Servicewüste frei heraus erzählt. Vielleicht liest bei der Bahn aber auch einfach niemand besonders aufmerksam das extern bei Axel Springer produzierte Magazin. Das wäre jetzt kein schönes Fazit, deshalb schreibe ich lieber noch eines.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit: </strong><em>Dein Bahnhof</em> versucht uns weihnachtliche Musik und einen Tannenbaum als großes Eventprogramm zu verkaufen, lobt die 08/15-Bahnhofsbäcker in den Service-Himmel und gibt uns Glühweintipps, die gar keine sind. Kurz, es macht das, was unzählige andere PR-Magazine auch machen. Eine willkommene Abwechslung ist da die Seite mit den Kundenberichten: Wirklich sympathisch werden uns Bahn und Bahnhöfe dadurch zwar nicht, aber immerhin hatten wir was zu lachen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Dein Bahnhof &#8211; Magazin der Berliner Bahnhöfe</em></strong> hat 36 Seiten und liegt in den „Einkaufsbahnhöfen“ der Deutschen Bahn aus. Im November ist die dritte Ausgabe erschienen. <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.berliner-bahnhoefe.de/" target="_blank">Auf der Onlineseite</a></span> gibt es auch ein Gästebuch (mit aktuell 11 Einträgen).</p>
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		<title>Mein erstes Mal&#8230; Blogslam</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 21:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder Mensch hat vermutlich Dinge, die er schon immer einmal tun wollte. Der Eine träumt von einer Weltreise, der Nächste will ein Haus bauen und der Dritte ganz einfach der hübschen Blondine von gegenüber seine Briefmarkensammlung zeigen. Manche tragen diese Dinge in einer fein säuberlich geführten Liste im Notizbuch spazieren, andere bewahren sie von fremden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-711" title="Mein erstes Mal... Blogslam" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/09/erstes-mal-blogslam.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Mensch hat vermutlich Dinge, die er schon immer einmal tun wollte. Der Eine träumt von einer Weltreise, der Nächste will ein Haus bauen und der Dritte ganz einfach der hübschen Blondine von gegenüber seine Briefmarkensammlung zeigen. Manche tragen diese Dinge in einer fein säuberlich geführten Liste im Notizbuch spazieren, andere bewahren sie von fremden Einblicken gänzlich abgeschirmt in ihrem Kopf auf. Ich selbst habe keine solche Liste. Und doch ist gestern etwas in Erfüllung gegangen, was ich mir schon seit längerem vorgenommen hatte: Ich habe an einem Blogslam teilgenommen und einen Text von mir vorgelesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und das kam so (ich nenne nur die wichtigsten Stationen): Einladungs-E-Mail bekommen. Gelesen. Wohlwollend. Trotzdem nicht reagiert. Zweite E-Mail bekommen. Muss doch was tun. Überlegen. Mail beantwortet. Jetzt hänge ich drin. Überlegen welcher Text vorlesetauglich ist. Festgestellt, dass Texte aus dem Bereich &#8220;Haushalt&#8221; klanglich suboptimal sind. Erinnerungsmail bekommen. Es wird ernst. Früher Feierabend. Drei Texte ausdrucken. Nur gelbes Papier im Drucker. U8 zum Alexanderplatz. Letzte Zweifel beiseite gewischt. M2 zur Knaackstraße. Textfrage offen. Begrüßung. Charmant. Darmstädter Bier in Hand. Bin jetzt sicher. TKKG-Text wirds. Los gehts.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man sieht hängt die Teilnahme an einem waschechten Blogslam an so vielen Faktoren und Unwägbarkeiten, dass es praktisch an ein Wunder grenzt, dass ich gestern im Berliner  Kunstbuchladen Vice Versa noch zum Vorlesen meines Blogartikels über die <a href="http://www.blogonade.de/2010/02/die-10-daemlichsten-verbrechen-bei-tkkg/" target="_blank"><em>10 dämlichsten Verbrechen bei TKKG</em></a> gekommen bin. Mit mir trauten sich fünf weitere tapfere Blogger mit ihren Texten nach vorne, die meisten davon aus dem Bereich Fashion. Eine knallharte Jury aus dem Bereich Fashion bewertete die Beiträge und vergab Punkte in den Bereichen Inhalt, Struktur, Vortragsweise und „Blogability“. Was soll ich sagen: Mein Text kam überraschenderweise sehr gut an, es wurde wirklich viel gelacht. Umso spannender das Warten auf die Entscheidung: Wer macht das Rennen und gewinnt einen stylischen iPod nano?</p>
<p style="text-align: justify;">Dann die Preisvergabe: Mit zitternden Fingern stand ich hinter der Menschentraube als die Plätze zwei und drei vergeben wurden. Ich habe in diesem Moment nicht daran geglaubt, dass ich den Blogslam gewinnen würde. Mein Artikel drehte sich höchstens ganz am Rande um Fashion und obwohl der Text beim Publikum gut angekommen war, lag die Entscheidung am Ende doch bei der Jury. Dass ich den Blogslam gewonnen habe, liegt sicher nicht zuletzt auch an den dämlichen Verbrechen bei TKKG. In diesem Sinne gebührt Dank nicht nur den Veranstaltern des Blogslams, sondern auch Wolf Schneider aka Rolf Kalmuczak, dem Erfinder der Serie.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-710" title="Django empfiehlt: Das erste CIRCUS Bookazine" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/09/circus-bookazine.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Veranstaltet wurde <a href="http://circus-bookazine.com/de/blog/das-hat-die-welt-noch-nicht-gesehen/" target="_blank">der Wettbewerb</a> übrigens von <a href="http://www.circus-bookazine.com/" target="_blank">CIRCUS</a>, einem von Darmstädter Studenten frisch gegründeten, monothematischen, gedruckten (!) Blog-Magazin. Wobei Magazin schon fast eine Untertreibung ist, hat die Erstlingsausgabe doch nicht weniger als 354 Seiten. Im Inneren verbirgt sich ein ganzes Kaleidoskop an Artikeln, Ansichten, Fotostrecken, Illustrationen, Collagen und Listen. Alles zum Titelthema: Fashion. Zum Glück sieht CIRCUS nicht nur auf modernen Möbelstücken aller Art sehr gut aus, sondern geht auch inhaltlich in die Tiefe. So handelt der Artikel &#8220;Wolllust&#8221; zum Beispiel von einem Woll-Fetischisten, der ganz offen von seiner Neigung erzählt. Für einen anderen Beitrag ist die Redaktion auf die einsame Insel Kihnu in Estland gereist, um eine der letzten traditionellen Weberinnen zu portraitieren. Ein aussichtsreiches Projekt also, welches darüber hinaus von einer sehr sympathischen Crew geleitet wird. Mein erstes Mal Blogslam hat richtig Spaß gemacht &#8211; ich werde es auf jeden Fall wieder tun&#8230;</p>
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		<title>Dogs today &#8211; Das Hundetrendmagazin</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im hinteren Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Blog-Reihe &#8216;Im hinteren Regal&#8217; nehme ich Magazine in die Hand, die im Zeitschriftenladen ganz hinten liegen und ein Schattendasein fristen. Diesmal: Die Dogs today Die bunte Gestaltung und das handtaschenkompatible Format lassen die Dogs today auf den ersten Blick wie eine ganz normale Frauenzeitschrift wirken. Wären da nicht der hechelnde Hund auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-389" title="Dogs today - Titelbild der Januar/Februar-Ausgabe" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/03/dogs-today-titelbild-2.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>In der Blog-Reihe &#8216;Im hinteren Regal&#8217; nehme ich Magazine in die Hand, die im Zeitschriftenladen ganz hinten liegen und ein Schattendasein fristen. Diesmal: Die Dogs today</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die bunte Gestaltung und das handtaschenkompatible Format lassen die Dogs today auf den ersten Blick wie eine ganz normale Frauenzeitschrift wirken. Wären da nicht der hechelnde Hund auf dem Cover und seine zahlreichen Artgenossen im Inneren des Heftes. Dogs today zielt auf trendbewusste Hundebesitzerinnen, die ihren kleinen Lieblingen gerne modische Accessoires kaufen und sich für Klatsch und Tratsch rund um die Hunde der Stars (also B- und C-Promis um genau zu sein) begeistern können. Kurz: Dogs today ist eine Frauenzeitschrift – nur mit ziemlich viel Hund drin.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Grund der kleinformatigen Gestaltung des Heftes (ungefähr DIN A5) sind die meisten Artikel in der Dogs today so kurz wie der Stummelschwanz eines Pudels. Tiefgehende Reportagen finden sich weniger, längere Texte sind um zahlreiche Fotos ergänzt, was den boulevardigen Charakter des Magazins unterstreicht. Die Themen in der Januar/Februar-Ausgabe (Dogs today erscheint zweimonatlich) lauten unter anderem <em>Dogs and the city – Ein Hundeleben in New York</em>, <em>Urlaub mit Hund</em> (15 angeblich ausgefallene Reiseideen), <em>Albtraum Hundeallergie</em> und <em>Kulthund Mops</em> („Seine Geschichte, seine Karriere, seine Fans“). Dazu gibt es Tipps zu Ernährung und Gesundheit und ein Hunderezept. Also nicht ein Rezept mit Hund als Zutat, sondern ein Rezept, was sowohl Hund als auch Herrchen schmeckt. In dieser Ausgabe: Wildlachs mit Pellkartoffeln und Senf-Dill-Sauce (für den Hund alles außer Kartoffeln und ungewürzten Wildlachs weglassen).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-373" title="Niedliche Hunde gibt es in Dogs today auf praktisch jeder Seite" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/03/niedlicher-hund-dogs-today.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>&#8220;Ohh ist der süüß!&#8221; &#8211; Der Niedlichkeitsfaktor der Dogs today ist ausgesprochen hoch</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas merkwürdig mutet die Eigenart der Dogs today an, verschiedene Hunderassen als modische Trends zu präsentieren. Da wird der Titelhund „Australian Shepherd“ als perfekter Hund für „aktive, sensible UND flexible Menschen“ vorgestellt. Zwei Seiten weiter finden sich Alternativen zu dem „Modehund“. So heißt es zum Kurzhaar-Collie etwa: „Diesen Hund gibt es auch in Merle-farben, und er ist sportlich wie der Aussie.“ Zahlreiche putzige Hundefotos und die Vorstellung trendiger Accessoires (Brustgeschirr, Hundeleine) verstärken den Eindruck, dass es beim Hund auch und vor allem auf das Aussehen ankommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann findet man in dem 144-seitigen Heft doch noch so etwas Ähnliches wie Reportagen. Interessanterweise scheint gerade die neue Volontärin, Valérie Augustin, für Außenberichte zuständig zu sein. So begibt sie sich etwa zu den tätowierten Tierschützern von <a href="http://www.rescueink.org/" target="_blank">Rescue Ink</a>, die gerade in einem Münchner Tierheim auf Promotour für ihre gleichnamige TV-Reality-Serie sind. „Riesige Kerle, gewaltige Muskeln mit Tattoos übersäht und eiskalte Mienen“, verspricht Valérie Augustin und hält sich dabei ziemlich genau an die <a href="http://natgeotv.com/de/rescue-ink-die-tierschuetzer/about" target="_blank">PR-Ankündigung</a> der Serie („Acht grimmig dreinblickende harte Kerle auf ihren Harleys, jeder von ihnen von Kopf bis Fuß tätowiert &#8211; das verheißt nichts Gutes.“).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone  size-full wp-image-369" title="Dogs today - Die Rescue Ink-Story" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/03/dogs-today-rescue-ink-story.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Die Volontärin wird von den &#8220;harten Kerlen&#8221; auf den Arm genommen (oben rechts)</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehrfach finden sich in ihrem Artikel Verweise auf die Knast-Vergangenheit der „schweren Jungs“. So heißt es, die muskulösen Männer hätten „eine zweite Chance im Leben“ bekommen. Big Ant, einer der Anführer von Rescue Ink, verkündet die tiefgründige Weisheit: „Aus einer Gefängniszelle heraus kann man keine Tiere retten.“  Und die Autorin legt nach: „Tierquäler haben nichts zu lachen, wenn die Kerle von Rescue Ink vor der Tür stehen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Hart und illegal? Brutal, aber legal? Um diese eigentlich spannende Frage drückt sich der Artikel leider. Die Verweise auf die Vergangenheit und das aktuelle Vorgehen der offenkundig radikalen Tierschutzgruppe werden nicht genauer erläutert. Man hätte durchaus fragen können, wie weit Tierschutz gehen darf und/oder ob die Macher von Rescue Ink ihre harte Aufmachung vielleicht nur nutzen, um ein fernsehkompatibles Format zu produzieren. Auch ihr Leitmotto („Zero tolerance“) bleibt unhinterfragt. So geht der Artikel leider nicht viel über eine bloße Ankündigung der Serie hinaus. Dass die Kollegen von HalloHund.de es auch <a href="http://www.hallohund.de/hunde-welt/trends-news/237834/rescue-ink-gibt-tieren-eine-zweite-chance" target="_blank">nicht viel besser</a> hinbekommen haben, tröstet da kaum (die Fotomotive sind zudem in beiden Veröffentlichungen praktisch identisch).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-371" title="Artikel oder Anzeige? Rescue-Tropfen für Hunde in der Dogs today" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/03/rescue-tropfen-hunde-2.jpg" alt="" width="600" height="244" /><br />
<em>Redaktioneller Artikel oder geschickt getarnte Schleichwerbung? Nicht immer wird das in der Dogs today klar.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die Dogs today finanziert sich nicht nur über ihren Verkaufspreis von 3,50 Euro, sondern auch über Anzeigen. Soweit nichts Ungewöhnliches. Leider finden sich aber auch Anzeichen für Schleichwerbung, also bezahlte redaktionelle Inhalte im Heft: Da wirbt die Tiermarktkette Futternapf auf der ersten Innenseite des Magazins mit ihrem 20-jährigen Bestehen, auf Seite 65 in einer weiteren Anzeige für ihr Biofutter und wird im Gegenzug auf Seite 123 redaktionell erwähnt. Das dort empfohlene, angeblich besonders verträgliche Hundefutter <em>Select Gold</em> ist eine Hausmarke von Futternapf und wird nur in den Läden der Kette verkauft.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf den Seiten 32 bis 35 werden trendige Produkte für Hunde redaktionell vorgestellt. In jeder Beschreibung gibt es einen Link zu einem Onlineshop, wo man Halsband, Brustgeschirr oder Futternapf bestellen kann. So werden zum Beispiel dogscout24.com und zenger.biz je zweimal erwähnt, the-royal-dog-and-cat.de, hundskerle.de und v-i-pets.de je einmal. „Rein zufällig“ werben die genannten Shops auf den 93 bis 95 mit kleineren Anzeigen. Bei insgesamt 17 vorgestellten Produkten wird neun Mal auf Versandshops verwiesen, die weiter hinten werben. Das ist mehr als die Hälfte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong> Dogs today hilft einem, in die Perspektive einer modernen Hundebesitzerin zu schlüpfen. Ok, einer ziemlich trend- und modeverrückten Hundebesitzerin. Einer, die vermutlich alles für ihren Fiffi tun würde – sogar ihn mit kitschigen rosa Perlenhalsbändern zu behängen. Aber immerhin. Der Preis für diesen ungewohnten Einblick sind die knappen und bisweilen meinungsarmen Artikel und der fast vollständige Verzicht auf eine kritisch-hintergründige Recherche. Positiv fällt das verspielte Layout auf, auch die Hundefotos sind überwiegend sehr niedlich (und das sage ich als Nicht-Hundeverrückter). Unangenehm fiel die bisweilen fehlende Trennung von Werbung und Redaktion im Heft auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Dogs today – Das Hundetrendmagazin</em></strong> hat 144 Seiten, erscheint alle zwei Monate im Gong Verlag und ist in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich (z.B. Hamburg Hbf.) Eine Ausgabe kostet 3,50 Euro.</p>
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