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	<title>Blogonade &#187; Tradition</title>
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	<description>Berlin Blog</description>
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		<title>Fünf Gerüchte über Irland</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Gerüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Irland und die Iren kursieren ja viele wilde Gerüchte. Ich war dort und habe fünf von ihnen vor Ort überprüft: 1. Die Iren sitzen den ganzen Tag nur im Pub Das stimmt nicht: Die meisten irischen Pubs machen ja erst mittags auf. Dafür sind aber um 15:30 Uhr auch schon gerammelt voll. Zu Live-Musik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1685" title="Straße mit Pubs in Dublin (Irland)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/dublin-irland.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Über Irland und die Iren kursieren ja viele wilde Gerüchte. Ich war dort und habe fünf von ihnen vor Ort überprüft:</p>
<h3 style="text-align: justify;">1. Die Iren sitzen den ganzen Tag nur im Pub</h3>
<p style="text-align: justify;">Das stimmt nicht: Die meisten irischen Pubs machen ja erst mittags auf. Dafür sind aber um 15:30 Uhr auch schon gerammelt voll. Zu Live-Musik und frisch gezapftem Guinness (Pint à  4,10 Euro) lassen es sich Touristen und Iren und irische Touristen in der Dubliner Innenstadt gut gehen. Der frühe Start der Festivitäten liegt an der Sperrstunde. Diese scheint zwar ausgesprochen flexibel zu sein (googelt mal „Sperrstunde in Irland“ – von 23:30 bis 1 Uhr nachts ist da alles dabei), aber die Stimmung kocht trotzdem meistens schon am frühen Abend richtig hoch. Die meisten Pubs sind ausgesprochen hell gestaltet, man könnte fast sagen familienfreundlich. Geraucht wird draußen, sehr angenehm!</p>
<h3>2. Irland steckt in einer tiefen Rezession</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1686" title="Regal mit Krisenliteratur in Dubliner Buchladen" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/krisenliteratur-irland.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es scheint zumindest so. Der Renner in irischen Buchläden ist zurzeit Wirtschaftskrisen-Literatur. Gleich neben dem Regal mit Büchern über Hitler und Nazi-Großväter haben sich diese Werke breit gemacht. Von der Ursachensuche (“How Ireland really went bust”, “Who really runs Ireland?”, „How the Courts have exposed the Rotten Heart of the Irish Economy”) über intime Einblicke (“The rise the fall of one man, one bank and one country”, “Inside the Bank that broke Ireland”) bis zu Krisenbewältigungsbüchern (“Beyond the Crash”, “Enough is Enough. How to Build a New Republic”) ist viel Lesestoff für die kalten Wintertage dabei. Und wenn mal die Heizung ausfällt, kann man die dicken Krisenwälzer sicher prima auch dafür verwenden (alternativ auch Nazi-Revival-Literatur).</p>
<h3>3. In Irland gibt es leckeres und günstiges Bier</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1687" title="Zwei Euro für ein Dosenbier: Guinness im Supermarkt" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/guinness-supermarkt.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Jein. Wer Schwarzbier mag, der kommt an Guinness in Irland natürlich nicht vorbei. Das kommt in praktisch jedem Pub frisch aus dem Hahn. Der Schaum des Bieres ist sehr feinporig, er ähnelt fast Milchschaum oder der Crema von einem guten Kaffee. Statt Milchbart also Bierbart! Die Krise mag Irland fest im Griff haben, auf die Bierpreise hat sich das bedauerlicherweise nicht ausgewirkt: Im Supermarkt werden 0,5-Liter-Dosen Guinness für 1,99 Euro schon als heißes Angebot gefeiert. Wer zum Viererpack greift, zahlt 7,99 Euro (was absurderweise sogar 3 Cent mehr sind). Der Unterschied zum gezapften Bier im Pub ist da gar nicht mehr so groß – was vielleicht auch die Popularität dieser Einrichtung erklärt.</p>
<h3>4. Die Iren stehen auf Verbote</h3>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-1688" title="Verbotsschild in Irland" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/12/verbotsschild-irland.jpg" alt="" width="200" height="267" />Ja, definitiv! An der Uferpromenade von Dun Laoghaire etwas außerhalb von Dublin waren nicht weniger als neun Verbote angeschlagen. Von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr abends ist es verboten, Tiere gleich welcher Art (ausgenommen Blindenhunde) auf der Strandpromenade spazieren zu führen. Das gilt aber nur von Juni bis September. Ferner ist der Konsum von Alkohol verboten. Wer Müll weg wirft zahlt zwischen 150 und 3000 Euro. Lässt man die Haufen der ohnehin verbotenen Hunde liegen, kostet das ebenfalls 150 Euro. Tauchen ist ebenso verboten wie Angeln. Aufpassen muss man vor den großen Wellen der Autofähre (kein Witz!) und vor verborgenen Felsen im Wasser (die man beim Tauchen vermutlich sehen würde). Hab ich noch was vergessen? Ach ja, es gibt keine Rettungsschwimmer am Strand. Vermutlich hat David Hasselhoff gerade Urlaub. Um es kurz zu machen: Irland wäre vermutlich das ideale Reiseland für den größten Fan von strengen Regeln, den ich kenne, <a href="http://www.blogonade.de/2011/03/mein-aerger-gunnar-schupelius-geht/">Gunnar Schupelius</a> von der <a href="http://www.bz-berlin.de/suche/Schupelius" target="_blank">BZ</a>. Das könnte mal eine sehr unterhaltsame Reisekolumne werden.</p>
<h3>5. Die Iren sind prüde</h3>
<p style="text-align: justify;">Das kann ich nur bestätigen! Abends waren wir mal in der Hotelsauna. Wer nun denkt, hier könnte man ganz ungestört skandinavisch nackt saunieren, liegt falsch. Die Iren gehen nur in Badebekleidung in die Sauna, lassen dafür aber das lästige Handtuch weg und schwitzen lieber so die Bank voll. Ein Wunder, dass sie überhaupt die Badekappe dabei abnehmen, denn die ist im ganzen Schwimmbadbereich eigentlich auch Pflicht. Geduscht wurde in nicht einsehbaren Duschkabinen mit Sichtschutztür – die Umkleide war dann aber absurderweise offen einsehbar. Kann sein, dass wir nur zufällig in der prüdesten Sauna von Irland gelandet sind, aber das fand ich schon alles ziemlich schräg und nun ja, irgendwie irisch!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ausflug ins Flippermuseum Schwerin</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 21:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Automaten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher stand in jeder Kneipe einer. Und auch auf vielen Campingplätzen gab es ihn. Wer eine D-Mark locker hatte, warf sie ein und war sofort umringt von anderen Kindern. Jeder wollte sehen, was hier gespielt wurde. Ja so ein Flipperautomat hatte schon damals eine magische Anziehungskraft. Und was ist heute aus den bunten Spielgeräten geworden? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1624" title="Flipper Mata Hari im Flippermuseum Schwerin" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/flippermuseum-schwerin-6.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Früher stand in jeder Kneipe einer. Und auch auf vielen Campingplätzen gab es ihn. Wer eine D-Mark locker hatte, warf sie ein und war sofort umringt von anderen Kindern. Jeder wollte sehen, was hier gespielt wurde. Ja so ein Flipperautomat hatte schon damals eine magische Anziehungskraft. Und was ist heute aus den bunten Spielgeräten geworden? Man muss es so hart sagen: Der Flipper fristet ein Schattendasein, er ist reif fürs Museum.</p>
<p style="text-align: justify;">Liegt es am Spielprinzip? Das ist über die Jahrzehnte praktisch komplett gleich geblieben. Man versucht eine Kugel mit Hilfe von zwei Flipperfingern auf einem abschüssigen Spielfeld möglichst lange im Spiel zu halten und durch das Abschießen von Zielen Punkte zu bekommen. Geht der Ball doch mal ins Aus, wackelt man kräftig am Gerät bis die Buchstaben TILT erscheinen. Dann ist zwar der Punktestand futsch, aber die Spieler-Ehre gerettet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer heute gepflegt eine Runde Flippern will, der muss schon etwas länger suchen. Für Berlin listet die Seite <a href="http://www.flippern.de/flipper_suchen.php" target="_blank">flippern.de </a>zwar dutzende Kneipen und Cafés auf &#8211; doch viele Geräte sind in schlechtem Zustand, sie stehen in dunklen Hinterzimmern oder sind inzwischen ganz ausrangiert worden (siehe auch mein Beitrag <a href="http://www.blogonade.de/2010/01/verschlossenes-paradies/">&#8220;Verschlossenes Paradies&#8221;</a>).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1632" title="Endlich mal wieder Flippern: Ich am Mata Hari" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/flippermuseum-schwerin-3.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wer doch mal wieder eine ruhige Kugel schieben will (hoho!), der sollte sich das <a href="http://www.flippermuseum-schwerin.de/" target="_blank">Flippermuseum in Schwerin</a> einmal näher anschauen. Ein Ausflug dorthin lohnt: Mit dem Regionalexpress kommt man in etwa zweieinhalb Stunden in die mecklenburgische Landeshauptstadt und hält dabei zwischendurch noch in so spannenden Orten wie Glöwen, Rastow oder Sülstorf. In jeder Hinsicht ist diese Fahrt eine Zeitreise. Sie führt vorbei an verrammelten Bahnhofsgebäuden und grauen Ortschaften, die allesamt schon bessere Tage gesehen haben &#8211; was für viele Flipper ja leider auch irgendwie gilt. Da kann der Hauptbahnhof von Schwerin schon als Lichtblick gelten (ist er doch immerhin „Bahnhof des Jahres 2008“, wie eine Infotafel stolz verkündet).</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne Google Maps auf dem Handy hätten wir uns auf dem Bahnhofsvorplatz sicher verlaufen und dann die vermutlich sehr schöne Altstadt Schwerins kennengelernt. So aber stolperten wir zielsicher auf einen Plattenbau in der Friesenstraße 29 zu, in welchem hinter schwarz verkleideten Wänden das Flippermuseum residiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1625" title="Die Punkte klingeln: Sammy am Flipper" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/flippermuseum-schwerin.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">In sechzehn verwinkelten, aber liebevoll gestalteten Räumen werden rund 80 Flipperautomaten ausgestellt. Wer sich ein Museum nach dem Motto „nur gucken, nicht anfassen“ vorstellt, liegt falsch. Rund ein Drittel der Geräte (Anzahl variiert) sind funktionstüchtig und laden zum unbegrenzten Freispiel ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Chance ließen wir uns natürlich nicht entgehen und zockten uns durch die Jahrzehnte des Flippergeschichte: Angefangen von frühen elektromechanischen Geräten mit Relais über schrille Geräte aus den 70er Jahren bis hin zu einem der letzten modernen Flipper mit Display und Videoanimation („Revenge from Mars“) war alles dabei.</p>
<p><object width="600" height="335" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6ROuykQvNRk?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="600" height="335" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6ROuykQvNRk?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Unabhängig vom Alter der Geräte (und der Spieler) stellten wir schnell fest: Es gibt Flipper, die richtig Spaß machen und solche, die nach einem Spiel schon langweilen. An manche Automaten kehrten wir immer wieder zurück. So etwa <em>Mata Hari</em>, <em>Viking</em> oder <em>Sinbad</em> bei den elektromechanischen Geräten und <em>Dracula </em>oder <em>Twilight Zone</em> bei den Pinballs mit Digitaltechnik. Die Kugeln ratterten, die Punktestände klingelten &#8211; es war wieder wie früher auf dem Campingplatz!</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-1635" title="Vier Flipperfinger treffen auch nicht besser als zwei: Sinbad" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/11/flippermuseum-schwerin-5.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wir waren so vertieft ins Spiel, dass wir fast die Zeit vergaßen. Und das wo um 18:17 Uhr schon der letzte direkte Regionalexpress nach Berlin fährt. Also schnell noch ins Gästebuch eingetragen und dann auf zum Bahnhof. Im Zug dann die Erkenntnis: Blingbling, ratterratter, hat richtig Spaß gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr Videos vom Flippern gibt es im frisch eingerichteten <a href="http://www.youtube.com/user/blogonade" target="_blank">Blogonade-YouTube-Kanal</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wer sich persönlich auch mal die Kugel geben möchte: Ab Berlin geht es mit dem Regionalexpress der Linie 4 (Wochenendticket nicht vergessen) oder mit Auto über A24 und A14 nach Schwerin. Das <a href="http://www.flippermuseum-schwerin.de/" target="_blank">Flippermuseum</a> liegt in der Friesenstraße 29 und hat zurzeit freitags ab 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene, Kinder ermäßigt 3 Euro. Auch für Geburtstage und Herrenabende kann man das Museum mieten.</p>
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		<title>Currywurst-Pizza im Test</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2011/01/currywurst-pizza-im-test/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 20:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skurrile Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei beliebte Fast-Foods in einem Produkt: Nicht mehr und nicht weniger verspricht die &#8220;Stadion-Pizza Currywurst&#8221; von Lidl. Geht die Kombination gut oder schießt man mit dieser &#8220;deutschen&#8221; Variante der Pizza ein Eigentor? Beim Thema Wurstpizza fällt mir ja sofort dieser eine Campingplatz am Lago Maggiore in Norditalien ein, auf dem ich als Kind einmal war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-971" title="Der Currywurst-Pizza-Test" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/01/currywurst-pizza-test.jpg" alt="" width="600" height="400" /><em><br />
Zwei beliebte Fast-Foods in einem Produkt: Nicht mehr und nicht weniger verspricht die &#8220;Stadion-Pizza Currywurst&#8221; von Lidl. Geht die Kombination gut oder schießt man mit dieser &#8220;deutschen&#8221; Variante der Pizza ein Eigentor?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Beim Thema Wurstpizza fällt mir ja sofort dieser eine Campingplatz am Lago Maggiore in Norditalien ein, auf dem ich als Kind einmal war. Zu jedem guten Campingplatz gehört  auch ein meist einfaches Restaurant. Und im Campingplatz-Ristorante am Lago Maggiore gab es, wohl nicht zuletzt aus Anbiederung an die deutschen Gäste, eine &#8220;Pizza al Wursti&#8221;. Ich erinnere mich noch genau, als ich den flachen Teigfladen mit den Plockwurst-Stückchen auf den Tisch gestellt bekam. Und ich weiß auch noch, dass ich diese Pizza nicht aufgegessen habe, so sonderbar fand ich die Kombination aus Teig und Wurst.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun also, mindestens 15 Jahre später, ein neuer Versuch mit einer Wurst-Pizza. Nach dem Auspacken die erste Überraschung: Es scheint sich eher um eine Pizza mit Currywurst, als um eine Currywurst-Pizza zu handeln. Exakt 16 Currywurst-Stücke liegen auf dem Rundling, der uns ansonsten doch ziemlich an eine Pizza Margherita erinnert. Auf dem Foto sieht es zudem so aus, als wäre überall Curry auf der Pizza verteilt. In echt ist von einer dicken Curryschicht nichts zu sehen. Vielleicht ganz gut so&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Wir machen den Ofen auf und schieben die Pizza hinein. Tür zu und warten. Die Stadionpizza geht beim Backen nicht hoch. Um ehrlich zu sein, verändert sie sich beim Backen praktisch überhaupt nicht. Nur der Käse verläuft und die Wurststücke fangen an fettig zu glänzen. Nach einer guten Viertelstunde ist die Pizza fertig. Geruchstechnisch hat sich unsere Küche noch nicht in eine Currywurstbude verwandelt. Na immerhin!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-972" title="Currywurst-Pizza in Nahaufnahme" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/01/currywurst-pizza-nahaufnahme.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Geschmack ist weniger seltsam als befürchtet: Die Currywurst-Stücke haben eine schöne Schärfe und ergänzen sich gut mit den Zwiebeln. Die Tomatensoße könnte allerdings auch noch etwas Curry vertragen. Schwach hingegen der Boden: Trocken und zäh verklebt er uns den Gaumen, wie bei so vielen anderen Tiefkühl-Pizzen leider auch. Insgesamt kann die Currywurst-Pizza geschmacklich nicht ganz überzeugen. Pizza mit Wurst, so wage ich zu behaupten, bleibt auch mit der &#8220;Stadion-Pizza&#8221; ein Nischenprodukt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Die Stadion-Pizza Currywurst</strong> kostet 99 Cent und ist aktionsweise bei Lidl erhältlich. Auf der Rückseite befindet sich als nette Zugabe ein Spielplan für die Rückrunde der Fußball-Bundesliga.</em></p>
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		<title>Aufgetaut</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 22:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
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		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum hat 2011 begonnen, schon haben wir Berliner wieder Pech gehabt. Nein, es geht zur Abwechslung mal nicht um die S-Bahn, sondern um den Silvestermüll. Während es letztes Jahr nämlich kräftig schneite und die Reste vom Fest so bis mindestens Ostern unter einer dicken Schneeschicht versteckt blieben, ist derzeit Tauwetter angesagt. Schon in den ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.flickr.com/photos/38365223@N03/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-943" title="Silvestermüll in Berlin (Foto: Sivi Steys / Flickr)" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2011/01/silvestermuell-berlin.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Kaum hat 2011 begonnen, schon haben wir Berliner wieder Pech gehabt. Nein, es geht zur Abwechslung mal nicht um die S-Bahn, sondern um den Silvestermüll. Während es letztes Jahr nämlich kräftig schneite und die Reste vom Fest so bis mindestens Ostern unter einer dicken Schneeschicht versteckt blieben, ist derzeit Tauwetter angesagt. Schon in den ersten Januarwochen kommen abgeschossene Böller und Raketen wieder zum Vorschein. Eine matschige Masse aus feucht-bunter Pappe und rötlichem  Füllmaterial zieht sich durch die Straßen. Hinzu kommt eine Unmenge  leerer Sektflaschen, die als schmückendes Beiwerk die Kreuzberger  Straßenränder verzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie schön war das doch 2010 gewesen: Kurz nach dem Jahreswechsel setzte ein dichtes Schneetreiben ein. Flocke für Flocke legte sich eine dichte Decke über die versilvestermüllten Straßen. Keine Böllerreste, keine Sektflaschen. Fast hätte man denken können, es hätte gar kein Silvester gegeben, wenn nicht hier und da ein abgeknickter Raketenstab verloren aus der Erde geschaut hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Man kann die Schneekugel drehen und wenden wie man will, dieses Jahr fängt in Berlin silvestermülltechnisch gar nicht gut an. Wie soll das nur weitergehen? Ich weiß es schon: Als nächstes fliegen die ganzen <a href="http://www.blogonade.de/2010/01/abgenadelt/" target="_self">Weihnachtsbäume auf die Straße</a> und vernadeln den Gehweg. Dann passiert eine Weile nichts, der Böllermatsch wird vom Regen weggespült, die Bäume bleiben am Straßenrand liegen. Irgendwann kommt ein Mann vorbei, der zuhause noch eine Ofenheizung hat und sägt den Bäumen den Stamm ab. Der brennt nämlich am besten. Das Astwerk bleibt liegen und wärmt die Alleebäume gegen den Frost. Eine Winteridylle. Und ganz ohne Schnee.</p>
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		<title>Am Himmel nichts Neues</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2010/09/am-himmel-nichts-neues-pyronale/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 21:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob auf dem Fahrrad, entspannt im Campingstuhl oder stehend: Gespanntes Warten auf das Feuerwerk am Olympiastadion. Ein jährlich wiederkehrendes Event in Berlin ist die Pyronale. Die Pyronale ist eine Feuerwerksshow, für die man eigentlich Eintritt bezahlt und sich dafür auf eine Tribüne setzen darf. Aber das Praktische an einem Feuerwerk ist ja, dass man es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-617" title="Zaungäste bei der Pyronale 2010" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/09/pyronale-2010-olympiastadion.jpg" alt="" width="600" height="400" /><em>Ob auf dem Fahrrad, entspannt im Campingstuhl oder stehend: Gespanntes Warten auf das Feuerwerk am Olympiastadion.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ein jährlich wiederkehrendes Event in Berlin ist die Pyronale. Die Pyronale ist eine Feuerwerksshow, für die man eigentlich Eintritt bezahlt und sich dafür auf eine Tribüne setzen darf. Aber das Praktische an einem Feuerwerk ist ja, dass man es von fast überall gut sehen kann. Der Blick in den Himmel lässt sich schließlich schlecht absperren. Außerhalb des Zauns sieht man die Effekte fast genauso gut wie innerhalb.</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern war es mal wieder soweit: Hunderte Berliner drängen sich dann auf dem Vorplatz des Südtors vom Olympiastadion. Weinflaschen kreisen. Es werden schlechte Witze gerissen („Macht mal die Musik lauter, ich hör nichts“, „Ich glaube, die brennen dieses Jahr nur bengalische Hölzer ab“). Kinder sitzen in Decken eingewickelt auf Campingstühlen, bierbäuchige Väter stehen mit Flasche in der Hand daneben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-618" title="Feuerwerk zur Pyronale 2010 in Berlin" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/09/pyronale-feuerwerk-1.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dann fängt das Feuerwerk an. Raketen klettern in den Himmel und zerplatzen in faserige Leuchtstrahlen. Rot, grün, blau, weiß. Die Menge tobt. Überall „ahh“ und „ohh“ und „ach wie toll“.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Problem dabei: Es sind jedes Jahr die gleichen ahhs und ohhs, die gleichen schlechten Witze  und mehr oder weniger die gleichen Feuerwerkseffekte. Begleitet wie jedes Jahr von der gleichen Musiksoße aus schlecht eingespielter Klassik vom Band. Ich könnte jetzt schreiben, dass mir und anderen das Feuerwerk gestern kleiner vorkam als früher. Weniger himmelfüllende Effekte, dafür mehr Bodenfeuerwerk. Die Pyronale nach der weltweiten Krise. Doch das würde den Kern nicht treffen: Die Pyronale hat sich als Veranstaltung an sich abgenutzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Man kann das Ritual auf dem Vorplatz mit den Campingstühlen, den schlechten Witzen und der dick aufgetragenen Begeisterung sicher toll und ganz traditionell finden. Oder es langweilt einen. Seit 2006 hat sich die Pyronale nicht weiterentwickelt. Weder ist die Qualität der Präsentation besser geworden (etwa durch Live-Musik), noch wird heute besser geböllert als vor vier Jahren. Die Pyronale ist festgefahren: Sogar das Veranstaltungsplakat mit dem pixeligen Symbolfoto eines Feuerwerks wird jedes Jahr aufs Neue verwendet.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Pyronale ist das ein bisschen wie mit den Strandbars, die plötzlich auf jeder innerstädtischen Industriebrache in Spreenähe aus dem Boden schossen. Im ersten Jahr innovativ und spannend, haben sie sich inzwischen ziemlich abgenutzt. Es gibt sie halt. Mit etwas mehr Einsatz könnte man aus dem Event „Feuerwerksshow“ sicher viel mehr herausholen. So bleibt nur das Warten auf Silvester.</p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%;">Ausgeböllert: Die besten Jahre der Pyronale sind vorbei</span></strong></p>
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		<title>Minigolfen mit Ruinen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 18:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verkehrsgünstig gelegen: Die Bushaltestelle vorm Haus am Waldsee ist auch ein Kunstobjekt. Eigentlich wollte ich ja keine Endhaltestelle doppelt anfahren, aber diesmal musste ich einfach: Das Haus am Waldsee, eine Museumsvilla im schönen Berlin-Zehlendorf, lockte unweit des U-Bahnhofs Krumme Lanke mit seinem Skulpturengarten. Ich könnte jetzt erzählen, dass ich nur wegen der Bushaltestellen-Installation von Michael [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-541" title="Das Haus am Waldsee in Berlin-Zehlendorf" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/haus-am-waldsee-berlin.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Verkehrsgünstig gelegen: Die Bushaltestelle vorm Haus am Waldsee ist auch ein Kunstobjekt.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich wollte ich ja keine <a href="http://www.blogonade.de/2010/01/endhaltestelle-krumme-lanke-berlin/" target="_self">Endhaltestelle</a> doppelt anfahren, aber diesmal musste ich einfach: Das Haus am Waldsee, eine Museumsvilla im schönen Berlin-Zehlendorf, lockte unweit des U-Bahnhofs Krumme Lanke mit seinem Skulpturengarten. Ich könnte jetzt erzählen, dass ich nur wegen der Bushaltestellen-Installation von Michael Sailstorfer hier war. In dem kleinen Holzhaus verbirgt sich eine komplett eingerichtete Miniwohnung mit Bett, Tisch und Kochnische. Praktisch: Wenn man in einer Haltestelle wohnt, verpasst man morgens nie mehr den Bus! Oder ich könnte über den Bauwagen des Niederländers William Engelen philosophieren, der aktuelle Wetterdaten von einem Klangcomputer in Töne und Geräusche umrechnen lässt. Das klang am Tag meines Besuchs wie eine Mischung aus Minimal-Techno und Krach. Aber eigentlich war ich wegen etwas ganz anderem hergekommen: Im Garten der Villa gibt es eine künstlerisch-gestaltete Minigolfanlage.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-542" title="Trümmerbahnen-Minigolf von Ina Weber" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf-7.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Stilecht mit roten Minigolf-Gartenlampen: Der Ruinenparcours im Skulpturenpark</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Kunst und Minigolf &#8211; wie geht das zusammen? Minigolf ist ja von <a href="http://www.blogonade.de/2010/05/minigolf-mal-modern/" target="_self">wenigen Ausnahmen</a> abgesehen eine eher spießige Angelegenheit. Das hat die Künstlerin Ina Weber nicht davon abgehalten, einen Parcours zu konstruieren, der aus verfallenen Bauwerken besteht. Sie hat Plattenbauten in Beton gegossen, Kirchenruinen modelliert, ein geschlossenens Kino und eine Tankstelle dekoriert. Auf jeder der zwölf Bahnen steht ein anderes Kunstwerk. &#8220;Trümmerbahnen-Minigolf&#8221; heißt das Werk und für fünf Euro pro Person kann man es unbegrenzt bespielen. Schläger und Bälle bekommt man direkt am Eingang, ein weiterer Eintritt wird nicht fällig.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-546" title="Kunst-Minigolf in Berlin-Zehlendorf" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf-2.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Erst links an die Bande und dann rechts rüber &#8211; obwohl das Hindernis außerhalb der Bahn steht, habe ich ewig gebraucht.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Was kann man sagen: Berlins erstes Kunst-Minigolf macht richtig Spaß. Dazu trägt neben den originell-gestalteten Hindernissen auch die schöne Lage direkt am Waldsee bei (auf der anderen Seite stehen einige der nobelsten Villen Zehlendorfs mit privatem Bootssteg). Die meisten Bahnen sind relativ leicht und auch für Einsteiger bequem unter sieben Schlägen zu meistern. Nur Bahn acht, ein graues Hochhaus mit eingebauter Rampe zum durchschießen, hatte es in sich. Allerdings hat Ina Weber vor allem die Gestaltung der Hindernisse verändert, nicht ihre Form. Viele Bahnen kommen einem von anderen Plätzen bekannt vor. Da gibt es den Drei-Röhren-Tunnel, den Zick-Zack-Kurs und das Loch, was auf einer kleinen Anhöhe in der Mitte der Bahn liegt und deshalb schwer zu treffen ist. Das schmälert den Spielspaß aber nur geringfügig.</p>
<p>Ich habe die Wartezeit zwischen den Schlägen genutzt und einige Fotos von den Bahnen und meiner lieben Mitspielerin geschossen:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-547" title="Die zerstörte Brücke - Minigolfbahn" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf-3.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Actionreich: Die Bahn mit der zerstörten Brücke lädt zum schnellen Spiel ein.</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-548" title="Das Betonhochhaus von Ina Weber" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf-5.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
Herausfordernd: Beim Hochhaus geht es auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder heraus &#8211; wenn man trifft.</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-549" title="truemmerbahnen-minigolf" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
Abwechslungsreich: Ab durch die Mitte oder geschickt über die Seiten spielen?</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-550" title="Das Lido hat zu - Minigolfbahn" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/07/truemmerbahnen-minigolf-4.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
Stimmungsvoll: Die Lido-Bahn hat mir besonders gut gefallen &#8211; auch wenn der Schwierigkeitsgrad eher leicht ist.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Waldhaus &#8211; The place to be</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 21:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer im Waldhaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen &#8211; so manches geflügelte Wort hat seinen Ursprung im Traditionslokal am Wannsee “Keep it real”, lautet eine alte Hip-Hopper-Weisheit und keine Location lebt diesen Satz wohl so wie das Waldhaus in Berlin. An der East Coast des Wannsee mitten im Grunewald gelegen, rockt der hölzerne Gourmettempel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-510" title="Waldhaus im Berliner Grunewald" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/05/waldhaus-grunewald-3.jpg" alt="" width="600" height="450" /><br />
<em>Wer im Waldhaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen &#8211; so manches geflügelte Wort hat seinen Ursprung im Traditionslokal am Wannsee<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">“Keep it real”, lautet eine alte Hip-Hopper-Weisheit und keine Location lebt diesen Satz wohl so wie das <em>Waldhaus</em> in Berlin. An der East Coast des Wannsee mitten im Grunewald gelegen, rockt der hölzerne Gourmettempel seit über 100 Jahren die gastronomische Szene von Charlottenburg-Wilmersdorf. So fragen sich viele anglophile Deutsche: How can it be, dass dieser Laden seit Jahren so hot performt?</p>
<p style="text-align: justify;">Im Waldhaus sagen sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht, hier geben sich Stars und Promis die Klinke in die Hand. Und lassen sie kurz darauf wieder los. Supercrank! Auf den ersten Blick verbirgt die In-Scene Location No. 1 im Westen der Stadt geschickt ihre Upper-Class-Attitude: Die VIP-Parkplätze sind nur mit einem P ausgezeichnet. Die Buchstaben VI spart man sich hier. Dafür ist der Service sonst above the limit: Die Kellner bringen erst   zwei Champagner (Rémy Martin, was anderes kommt nicht in die auf exakt   -23 ° Celsius geeisten Gläser), dann waschen sie mit dem Rest der   Flasche den Wagen, bringen die zwölf Zylinder der Aston Martins und   Jaguars zum Glänzen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-534" title="Wagen polieren auf dem VIP-Parkplatz" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/05/waldhaus-grunewald-5.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Den Wagen kann man wahlweise mit Champagner oder Whisky waschen lassen &#8211; bei letzterem können jedoch braune Flecken zurückbleiben (siehe Bild)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die handbreite Speisekarte überrascht: Statt Heilbutt an Mangobutter mit blanchierten Bärlauchtrüffeln wartet ein Schnitzel Vienna Style mit Frittes de Pommes auf die Gucci-Gourmets. Faux pas oder geschickter Schachzug? Mitnichten, kocht doch in der Küche des Waldhaus niemand weniger als Claude de Boussier-Chanson, französischer Lebemann und Spitzenkoch von Weltrang. Glauben wir zumindest.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Waldhaus weiß dabei immer, wo es steht: An der Havelchaussee. Und so glänzt man auch auf der <a href="http://www.waldhaus-zehlendorf.de/" target="_blank">eigenen Homepage</a> mit Nonchalance. Statt von rauschenden Festen neureicher Zehlendorf-Kids spricht man lieber von „gehobener Biergartenatmosphäre“ und gibt sich weltoffen: „Nicht nur alteingesessene Berliner schätzen die Atmosphäre des Restaurants, in dem Gäste vom Lutscher bis zur Zigarre und von der Cola bis zum Bordeaux verkehren.“</p>
<p style="text-align: justify;">Da ist sie wieder, die Keep-it-real-Philosophie des Waldhaus, diesem sympathischen Hotspot im Westen der Hauptstadt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Minigolf mal modern</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2010/05/minigolf-mal-modern/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 20:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Labyrinth-Hindernis ist nicht ganz ohne &#8211; dieser Ball ist auf dem richtigen Weg. Minigolf klassisch Eine Partie Minigolf für mich seit jeher mit verschiedenen absolut typischen Elementen verbunden: Zum einen ist da der Platz. Akkurat gestutzte Hecken, Bodenplatten aus Kieselsteinbeton und natürlich die Außenleuchten mit den bunten Glaskuppeln. Letztere kommen natürlich nur äußerst selten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-494" title="Minigolf klassisch - mit dem Labyrinth-Hindernis" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/05/minigolf-klassisch.jpg" alt="" width="600" height="400" /><br />
<em>Das Labyrinth-Hindernis ist nicht ganz ohne &#8211; dieser Ball ist auf dem richtigen Weg.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Minigolf klassisch</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine Partie Minigolf für mich seit jeher mit verschiedenen absolut typischen Elementen verbunden: Zum einen ist da der Platz. Akkurat gestutzte Hecken, Bodenplatten aus Kieselsteinbeton und natürlich die Außenleuchten mit den bunten Glaskuppeln. Letztere kommen natürlich nur äußerst selten zum Einsatz, weil der Platz um 9 Uhr abends zu macht und es dann im Sommer noch hell ist. Im Winter, wenn es dunkel genug wäre, um die Lampen anzuschalten, hat aber wiederum der Platz zu. Ein Dilemma, dass aber auf dem Minigolfplatz niemanden zu stören scheint. Immerhin wäre es ja theoretisch möglich noch bis spät in die Nacht zu spielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht zuletzt erinnern mich Minigolfplätze immer irgendwie an Kleingartenkolonien. Das ist deshalb erstaunlich, weil ich praktisch keinen Platz kenne, der tatsächlich an eine Kolonie grenzt. Trotzdem ergeben sich Übereinstimmungen: Auf dem Minigolfplatz gilt ein festes, praktisch in Stein gemeißeltes Regelwerk. Dazu gehört, dass man die Bahnen nicht betreten darf, nur sieben Schläge für jedes Loch hat und keine Bahn doppelt spielen darf. Über die Einhaltung der Regeln wacht der Platzwart mit Adleraugen. Manchmal gut gelaunt, häufig eher grummelig gibt er die Schläger und Bälle aus, ermahnt Kinder nicht die Bahnen zu betreten und verkauft nebenbei Eis am Stiel.</p>
<p style="text-align: justify;">Freude und Ärger liegen beim Minigolf eng beieinander und so kann ich mich an keinen Platzbesuch meiner Kindheit erinnern, bei dem nicht am Ende irgendjemand von uns weinte oder sich fürchterlich aufregte. Angeblich waren die Bahnen schief gewesen, einzelne Hindernisse völlig unschaffbar schwer oder die Mitspieler hätten einen beim sechsten Schlag bei Loch 17 fiese abgelenkt. Platzwarte sagen in diesen Momenten gar nichts. Sie vertrauen darauf, dass die Eltern ihre weinenden Kinder mit einem Eis am Stiel beruhigen. Oder einfach gehen. Hilft beides fast immer, ersteres geht aber schneller.</p>
<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-493" title="Schwarzlicht-Minigolf in Hamburg" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/05/schwarzlicht-minigolf-hamburg.jpg" alt="" width="600" height="400" /></strong><em>Was ist gemalt und was echt? Die Indoor-Minigolfbahnen im Schwarzlichtviertel verblüffen.</em></p>
<p><strong>Minigolf modern &#8211; im Schwarzlicht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In diesem traditionell geprägten Umfeld erscheint die Idee des Schwarzlichtviertels in Hamburg überaus mutig. Bei dieser Indoor-Attraktion im Stadtteil Stellingen spielt man Minigolf in einer abgedunkelten Unterwasser-Phantasiewelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Im U-Boot gleich hinter der Eingangslounge wird man von einem waschechten Kapitän per Videobotschaft auf den kniffligen Einsatz vorbereitet. „Ahoi, ihr Landratten“, grüßt er und weist in die Grundregeln des Platzes ein. Dann geht es auch schon auf den Parcours. Und der kann sich sehen lassen: Drei Spielwelten mit insgesamt 18 ½ liebevoll gestalteten Bahnen warten auf die Minigolfer. Da umspielt man Neptuns Dreizack, legt sich mit den Klotzköpfen der Osterinsel an oder schießt den Ball genau ins Innere eines Vulkans. Die Bahnen leuchten dabei ebenso wie die Hindernisse und die Bälle. Sie sind mit fluoreszierenden Farben bemalt, die im Schwarzlicht grell erscheinen. Und überall lauern kleine Details: Da warten hungrige Haie, Skelette schmoren in Dschungel-Kerkern und in einem schrägen Laboratorium wird an neuen Minigolf-Ideen getüftelt. Minigolf ist nicht mehr nur eine gerade Bahn vor spießiger Kleingartenkulisse, sondern wird zu einem optischen Erlebnis.</p>
<p style="text-align: justify;">Und mit einer weiteren Tradition bricht die Schwarzlichtwelt: Die Bahnen sind aus weichem Filz und dürfen betreten werden. So kann man bei kniffligen Kursen auch mal dichter an den Ball heran, um ihn endlich einzulochen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt dabei zwischen eher einfach und verdammt schwierig. Einige Löcher verpassten wir auch nach sechs Schlägen (der zulässigen Höchstzahl) weit. Häufig muss über steile Rampen in die Luft gespielt werden, keine leichte Übung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Manko: Trotz vorher reservierter Startzeit stauten sich die Besucher bei einigen schwierigen Bahnen, insbesondere in der Mitte der Dschungelwelt. Vor einem wird dann noch gespielt, man selbst ist schon fertig, während hinter einem die nächsten schon nachrücken. Und auch bei der Soundkulisse gibt es Abzüge: Statt Unterwasserblubbern dröhnten am Samstagabend erst deutscher Rap und dann Michael Jackson aus den Lautsprechern.</p>
<p style="text-align: justify;">Den umherlaufenden Kindern gefällt die verspielte Schwarzlichtwelt genauso wie den zahlreichen Erwachsenen. Am Eingang eine feiernde Männerrunde, die sich mit Schlägern und Bällen eindeckt. Minigolf wird zum partytauglichen Szene-Erlebnis. Wenn das unser mürrischer Platzwart von damals geahnt hätte&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Weitere Infos gibt es auf <a href="http://www.schwarzlichtviertel.de/de/home/" target="_blank">www.schwarzlichtviertel.de</a>. Eine gute Idee bleibt nicht lange unentdeckt: Im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg soll im Juni 2010 ebenfalls eine Indoor-Minigolfwelt mit Schwarzlicht eröffnen (<a href="http://www.indoor-minigolf-berlin.de/" target="_blank">www.indoor-minigolf-berlin.de</a>).</em></p>
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		<title>Verschlossenes Paradies</title>
		<link>http://www.blogonade.de/2010/01/verschlossenes-paradies/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 12:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Flipper]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe es gefunden: Ein Stück vom Paradies. Es liegt in Hamburg-Eimsbüttel, ziemlich am Ende der beliebten Einkaufsmeile in der Osterstraße. Von außen ist der Laden ganz und gar unscheinbar. Die Fenster sind verhängt, nur durch ein Bullauge an der Tür kann man ins Innere spähen. Drinnen: Ein Paradies für Flipper-Liebhaber. Mindestens sieben Geräte warten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-225" title="Flipper-Paradies in der Hamburger Osterstraße" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/01/flipper-paradies.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe es gefunden: Ein Stück vom Paradies. Es liegt in Hamburg-Eimsbüttel, ziemlich am Ende der beliebten Einkaufsmeile in der Osterstraße. Von außen ist der Laden ganz und gar unscheinbar. Die Fenster sind verhängt, nur durch ein Bullauge an der Tür kann man ins Innere spähen. Drinnen: Ein Paradies für Flipper-Liebhaber. Mindestens sieben Geräte warten hier auf Münzeinwurf und flinke Finger an den Knöpfen. <em>Medieval Madness</em>, <em>Monster Bash</em>, <em>Believe it or not</em>, <em>Austin Powers</em> und <em>Indiana Jones</em> heißen die Geräte, die vermutlich das Herz jedes Flipper-Fans höher schlagen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das liegt nicht zuletzt vielleicht auch daran, dass es kaum noch Orte gibt, an denen man gepflegt eine Runde Flippern kann. Die Technik der Geräte ist aufwendig und störanfällig, wer gerne spielt, der tut das heute komplett digital auf der Spielkonsole im heimischen Wohnzimmer. Münzen muss man dort auch nicht investieren, das Kaufen eines Datenträgers beinhaltet bereits lebenslange Spielzeit. Früher gab es Flipper in praktisch jeder gut laufenden Kneipe &#8211; heute muss man danach suchen. Gelegentlich findet man dann per Zufall in einer ziemlich ollen Kneipe in der hintersten Ecke ein verstaubtes Gerät, was auch nur deshalb dort steht, weil der Wirt seit zwanzig Jahren nicht renoviert hat. Das digitale Zeitalter hat die schönen alten Spielgeräte praktisch vollständig verdrängt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-226" title="Blick ins Flipperparadies" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/01/flipper-paradies-osterstrasse.jpg" alt="" width="600" height="450" /></p>
<p style="text-align: justify;">Doch zurück in die Osterstraße. Ich will ins Paradies! Münzen habe ich auch mit. Doch dann die Enttäuschung: Die Tür ist verschlossen. Samstagabend gegen 21 Uhr, der besten Zeit zum Flippern (so rede ich es mir jedenfalls ein), bleibt mir der Weg ins Paradies versperrt. Dann erst fällt mir auf, dass es überhaupt kein Schild mit Öffnungszeiten gibt. Weder an der Bullaugen-Tür noch beim kultig mit Schaufensterpuppen dekorierten Internet-Café nebenan. Das Paradies hat keine Öffnungszeiten. Obwohl drinnen Licht brennt, ist niemand zu sehen. Der Flippergott gibt sich unsichtbar. Doch so schnell will ich nicht aufgeben: Es muss doch einen Weg geben, hier mal eine gepflegte Runde zu spielen. Ich bleibe dran und werde berichten.</p>
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		<title>König für einen Tag</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 22:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas (Blogonade)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern bin ich überraschend König geworden! Und das kam so: Vorgestern war ja Dreikönigstag und der wird bei uns zuhause nach alter Schweizer Tradition gefeiert. Es gab also einen Dreikönigskuchen aus Hefe mit Walnüssen, Rosinen und Aprikosenmarmelade als Füllung. In dem Kuchen &#8211; und das ist der Clou &#8211; ist eine goldene Münze eingebacken. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-98" title="Dreikönigskuchen mit eingebackener Münze" src="http://www.blogonade.de/wp-content/uploads/2010/01/blogonade-dreikoenigskuchen.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p style="text-align: justify;">Vorgestern bin ich überraschend König geworden! Und das kam so: Vorgestern war ja Dreikönigstag und der wird bei uns zuhause nach alter Schweizer Tradition gefeiert. Es gab also einen Dreikönigskuchen aus Hefe mit Walnüssen, Rosinen und Aprikosenmarmelade als Füllung. In dem Kuchen &#8211; und das ist der Clou &#8211; ist eine goldene Münze eingebacken. Wer sie bekommt, der wird König und darf sich eine bunte Papierkrone auf den Kopf setzen. Damit enden seine Privilegien aber leider auch schon. Natürlich führt dieser Brauch zu allerlei taktischen Überlegungen beim Kuchenessen: Soll ich das Stück am Rand nehmen oder lieber eines aus der Mitte? Ist die Münze wohl in ein kleines Stück eingebacken oder befindet sie sich in einem großen? Und es sorgt auch dafür, dass man mitunter noch ein Stück extra isst in der Hoffnung, dass in diesem endlich die heißersehnte Königsmünze versteckt ist. Eine schöne Tradition wie ich finde und der Kuchen (Bäckerin meine werte Schwester), war auch wirklich verdammt lecker. So lecker, dass ich trotz Königswürde am nächsten Tag nur einen leeren Teller mit ein paar Krümeln vorfand. König ist man eben immer nur für einen Tag.</p>
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