Papier, trocken oder halbtrocken?

Letztens habe ich im Prospekt von Mäc-Geiz geblättert, weil es in dem Schnäppchenmarkt meist recht günstig Büromaterial wie Ringblöcke, Haftnotizen oder Klebestifte gibt. Gleich auf dem Titel sprang mir der „Oberhammer der Woche“ ins Auge (bildlich gesprochen): „Drucker- und Kopierpapier, halbtrocken oder trocken, je 0,75 Liter“ für nur 2,50 Euro! Nun macht man ja beim sachgerechten Papierkauf ohnehin schon einiges mit: Glossy oder Matt, 80 oder 90 Gramm, Laser oder Inkjet, Recycling oder Holzpapier – mal ganz abgesehen von der Frage, welcher Hersteller nun das beste Papier für den hauseigenen Drucker herstellt. Eigentlich ist Papier ein sehr beratungsintensives Produkt. Man stelle sich einmal vor, Papier würde wie Wurst oder Käse an einer Theke verkauft. Szenen wie die Folgende wären möglich:

Verkäuferin: „Wieviel darf’s denn sein?“
Ich: „Ach, so 500 Blatt wären ganz gut. Oder halt, geben sie mir gleich 0,75 Liter.“
Verkäuferin (nickt und stapelt Papier auf eine Wage): „Geschnitten oder am Stück?“
Ich: „Ähm, ach naja wissen sie, ich glaube geschnitten in Scheiben wäre ganz gut. Aber ganz hauchdünn, bitte!“
Verkäuferin: „Und lieber trocken oder halbtrocken?“
Ich: „Hm, ich glaube ich nehme es trocken. Wissen sie, das Halbtrockene saugt sich immer so schnell mit Tinte voll!“

Puuh, so weit ist es zum Glück noch nicht. In diesem Sinne: Achtet beim Papierkauf immer schön auf die Literpreise und lagert vorhandene Vorräte am besten trocken – oder vielleicht auch halbtrocken.

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